Franco Foda fühlt sich in seiner Rolle als Nationaltrainer des Kosovo offenbar pudelwohl. Seit 2024 steht der ehemalige ÖFB-Teamchef dort an der Seitenlinie und soll für seinen Job sogar lukrative Angebote ausgeschlagen haben.
"Er hat hier ein Haus, er lebt im Kosovo, er wohnt hier, er arbeitet. Er ist sehr daran interessiert, den Fußball im Kosovo zu entwickeln", erklärte Verbandspräsident Agim Ademi in der "Sport Show". Sein Hauptwohnsitz bleibt aber in Graz, "Heute"-Informationen zufolge soll er sich öfter in Hart bei Graz aufhalten.
Auch sportlich läuft es für den 60-Jährigen. Mit dem Kosovo verpasste Foda die Qualifikation für die Weltmeisterschaft nur knapp. Erst im Play-off-Finale gegen die Türkei platzte der Traum von der Endrunde.
In der Nations League führte der Deutsche seine Mannschaft zudem zum Aufstieg aus Liga C in die Liga B. Dort kommt es am 27. September in Wien zum Wiedersehen mit dem ÖFB-Team.
Die Erfolge haben offenbar auch andere Interessenten auf den Plan gerufen. Laut Ademi lehnte Foda zuletzt sogar ein finanziell äußerst lukratives Angebot ab, um seine Arbeit im Kosovo fortzusetzen. Nähere Details zur Höhe oder zum interessierten Klub beziehungsweise Verband nannte er nicht.
Foda war von November 2017 bis März 2022 österreichischer Teamchef. In 48 Länderspielen gelangen unter seiner Führung 27 Siege bei sechs Remis und 15 Niederlagen. Sein größter Erfolg mit dem ÖFB-Team war der Einzug ins Achtelfinale der EM 2021, wo Österreich erst nach Verlängerung am späteren Europameister Italien scheiterte.