Während die türkische A-Nationalmannschaft mit dem WM-Ticket gegen Kosovo Grund zum Jubeln hatte und den WM-Traum von Ex-ÖFB-Teamchef Franco Foda platzen ließ, lief es für den Nachwuchs alles andere als rund. Die vom ehemaligen ÖFB-Teamspieler Veli Kavlak betreute U18 scheiterte in der Qualifikation zur U19-EM früh.
Nach einem klaren 7:0 gegen Gibraltar und einem 1:1 gegen Armenien setzte es im entscheidenden Spiel eine 1:3-Niederlage gegen Kosovo. Damit verpasste die Türkei den Aufstieg aus Liga B, während sich Kosovo den Sprung in die stärkere Liga A sicherte.
Vor allem diese Niederlage sorgt für heftige Reaktionen in den sozialen Medien. Kritik entzündet sich dabei weniger am Ergebnis selbst als an Kavlaks Kaderzusammenstellung.
Mehrere Stimmen bemängeln, dass zahlreiche Spieler von den großen Istanbuler Klubs im Einsatz standen, obwohl deren U19-Teams nur im Tabellenmittelfeld liegen. Talente vom Spitzenreiter Trabzonspor spielten hingegen kaum eine Rolle. Kavlak steht damit wenige Monate nach seinem Amtsantritt beim Verband bereits unter Druck.
Der Wiener ist seit Jänner U18-Teamchef. Kavlak hat eine UEFA-A-Lizenz und war bereits in der U19 von Besiktas und sogar als Interimstrainer bei den Profis im Einsatz. Zuvor hatte er in den Jugendabteilungen von Rapid seine Trainerlaufbahn gestartet.