Die Entscheidung über eine mögliche WM-Teilnahme des Iran liegt nicht beim Fußballverband, sondern bei der politischen Führung des Landes. Wie Sportminister Ahmed Donjamali erklärte, ist der Nationale Sicherheitsrat gemeinsam mit der Regierung dafür zuständig. Verband und Ministerium kümmern sich lediglich um die sportliche Vorbereitung.
"Am Ende richten wir uns nach der endgültigen Entscheidung des Nationalen Sicherheitsrates und der Regierung", sagte Donjamali im Staatsfernsehen Irib. Der Nationale Sicherheitsrat gilt als oberstes Gremium im Iran und steht unter der Aufsicht von Religionsführer Modschtaba Chamenei sowie unter der Leitung von Präsident Massud Peseschkian.
Angesichts des aktuellen Konflikts mit den USA wird im Land intensiv über eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft diskutiert. Besonders brisant: Die Gruppenspiele gegen Belgien, Neuseeland und Ägypten sollen in den Vereinigten Staaten stattfinden.
Wann eine endgültige Entscheidung fällt, ließ der Sportminister offen. Seit Ende Februar kommt es zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und Israel auf der einen sowie dem Iran auf der anderen Seite.
FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte sich zuletzt dennoch klar für eine Teilnahme ausgesprochen. "Wir wollen, dass der Iran spielt – und er wird spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D, sondern nur Plan A", sagte er im Interview mit dem mexikanischen Sender N+ Univision. Die WM in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni und endet am 19. Juli.