Finale im mehrtägigen Betrugsprozess gegen einen 57-Jährigen gestern am Landesgericht in Sankt Pölten: Der Standesbeamte hatte vor rund 20 Jahren in den Finanz- und Versicherungssektor gewechselt, kümmerte sich vor allem um Häuslbauer.
Die „Spezialität“ des 57-Jährigen: Ein All-Inklusiv-Service für Kunden, von der Kreditaufnahme bis zur Bezahlung des Bauunternehmens.
Nur: Die Rechnungen der Kunden wurden nicht, nur teilweise bezahlt oder das Geld floß laut Anklage oftmals in die falsche Tasche - mehr dazu hier und hier.
Der Finanz- und Versicherungsberater hatte beim Prozessauftakt am 9. Februar 2020 noch von „Handschlagqualität“ gesprochen und sich nicht schuldig bekannt. Von der Schadenssumme in der Höhe von 1,93 Millionen Euro blieben schließlich gestern vor Gericht rund 1,6 Millionen Euro übrig.
Das Urteil: Vier Jahre Haft wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges für den 57-Jährigen. Der Richterspruch ist nicht rechtskräftig.