Sieben Weltmeistertitel hat der mittlerweile 38-Jährige bereits eingefahren, liegt damit gleichauf mit Rekord-Titelträger Michael Schumacher. Den Rekord-Titel verpasste Hamilton im denkwürdigen Saisonfinale 2021 erst in der letzten Runde. Seit den umfassenden Regeländerungen 2022 ist Hamiltons Mercedes-Team aber nicht mehr konkurrenzfähig. Red Bull zieht an der Spitze einsam seine Kreise, während die "Silberpfeile" aktuell sogar von Aston Martin überholt wurden. Daran konnte auch Rang zwei im Grand Prix von Australien nichts ändern.
Hamilton wirkte vor allem in den ersten Wochen der neuen Saison resigniert, enthüllte bereits, dass sein Team in der Entwicklung des W14 nicht auf ihn gehört habe. Mit Blick auf den am Jahresende auslaufenden Vertrag des 38-Jährigen könnte dies zum Problem für Mercedes werden. Dass Hamilton in der kommenden Saison in einem nicht konkurrenzfähigen Auto sitzen wird, ist kaum vorstellbar, eine Verlängerung wackelt also
Nun ließ der Formel-1-Experte Eddie Jordan, der selbst zwischen 1991 und 2005 als Teambesitzer in der "Königsklasse" aktiv war, aufhorchen, am Rande einer Bootsmesse in London empfahlt der 75-Jährige seinem Landsmann einen Teamwechsel. "Es gibt jetzt nur eine Anlaufstelle für Lewis. Und die ist Ferrari", ließ Jordan aufhorchen. "Mit seinem Talent wäre das ein Traumpaar. Ferrari braucht einen Weckruf, und auch Lewis muss ein bisschen wachgerüttelt werden.", meinte Jordan.
"Wenn er weitermacht, braucht er einen Tapetenwechsel. Das wäre ganz wichtig für seine Einstellung, für seinen inneren Antrieb, für die Unternehmungslust, für den Spaß – Italienisch lernen, mit der italienischen Mentalität umgehen, Pasta essen mit den Jungs. Das ist eine andere Welt", führte der Brite weiter aus. "Wir haben im Laufe der Jahre gesehen, dass Ferrari ein bisschen anders tickt. Und ich würde Lewis sehr gerne dort sehen. Er würde ihnen eine frische Richtung vorgeben und mit einem Schlag einige Probleme, die sie gerade haben, ausradieren", so der Ex-Teamchef.
"Bevor Lewis die Formel-1-Bühne verlässt, wäre es spannend zu sehen, was er bei Ferrari ausrichten kann. Ich weiß, es ist unwahrscheinlich, aber ein wenig träumen darf man noch", schloss Jordan. Für Hamilton müsste Ferrari allerdings Carlos Sainz fallen lassen. Dessen Vertrag läuft noch bis Ende 2024.