Die Omikron-Welle rollt über Österreich. Am Donnerstag hat die Regierung neue Maßnahmen präsentiert. Künftig wird die 2G-Regel im Handel strenger kontrolliert und die Klassifikation von K2-Kontaktpersonen wird abgeschafft. Die Quarantäne wird auf fünf Tage verkürzt, danach ist ein Freitesten möglich. Dazu kommt eine FFP2-Maskenpflicht im Freien und eine Reduktion der Gültigkeit des Grünen Passes auf sechs Monate.
Jene, die bereits geboostert wurden und einen Corona-Kontakt hatten, müssen nicht mehr in Quarantäne. Auch wenn man einen Infizierten in einem FFP2-Setting getroffen hat, gilt man NICHT als Kontaktperson. Home-Office soll zur Regel werden, und nicht zur Ausnahme.
Der Salzburger Infektiologe Richard Greil warnt angesichts der Omikron-Welle vor einer Überlastung der Spitäler. Derzeit sei die Lage zwar stabil. Am Donnerstag sank die Zahl der Intensivpatienten (295) wieder unter 300. Doch der Spielraum sei sehr klein, warnte Greil in der "ZiB2". Die Reservekapazität beim Spitalspersonal sei nur gering. In Großbritannien seien schon bis zu 20 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter coronabedingt ausgefallen.
Omikron führt zwar zu weniger Krankenhausaufenthalten, angesichts der von der Regierung erwarteten mehr als 20.000 Neuinfektionen täglich droht dennoch eine Überlastung der Spitäler.