Experte packt aus: Hier muss Energie gespart werden

In den Städten soll es nun am Abend dunkler werden.
In den Städten soll es nun am Abend dunkler werden.Paul Zinken / dpa / picturedesk.com
Der Ukraine-Krieg hat eine Energiekrise in ganz Europa ausgelöst. Nun sind auch Gemeinden in der Pflicht zu sparen – ein Experte verrät, wo.

Die Energiekrise ist so präsent, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Neben privaten Haushalten sind auch öffentliche Einrichtungen und Gemeinden dazu angehalten, mit der verfügbaren Energie nun sparsam umzugehen. Gregor Thenius, Leiter der Geschäftsstelle des Vereins "e5 Österreich – Programm für energieeffiziente Gemeinden", gibt dabei einige Tipps.

Gemeinden sind gefordert

Gemeinden hätten demnach die doppelte Gelegenheit, gestalterisch und sparsam in den Energiebereich einzugreifen. "Erstens kann sie als Energieverbraucher selbst direkt beeinflussen, zweitens kann sie als Behörde im Rahmen ihrer Möglichkeiten steuernd eingreifen, und drittens ist sie eine Verbindung zu den Haushalten und Unternehmen in der Gemeinde", so Thenius gegenüber der "Kleinen Zeitung".

Wichtig sei, dass Gemeinden sich darüber bewusst werden würden, was sie dringend benötigen und auf was auch im Ernstfall nicht zu verzichten geht. Mehrere Gemeinden, das Land Niederösterreich sowie die Stadt Graz lassen daher bereits prüfen, welche örtliche Beleuchtung man abdrehen könne.

Temperatur muss runter

"Wenn es zu einem Engpass kommt, muss man sich bewusst fragen, ob man das braucht", so der Experte. Konkretes Potenzial hätten laut Thenius Schwimmbäder, Eislaufplätze oder Flutlichtanlagen auf Sportplätzen. In öffentlichen Gebäude soll zudem die Temperatur gedrosselt werden.

Bezügliche Betrieben hat Thenius auch eine klare Meinung. Laut ihm sollten Gasthäuser im Ernstfall auf Heizstrahler in den Schanigärten verzichten. Laut Berechnungen von Greenpeace würden fünf dieser Strahler in zwölf Stunden so viel Energie wie ein Einfamilienhaus an einem Wintertag.

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Dazu meint der Experte: "Das wäre ein ziemlicher Irrsinn, wenn diese Strahler heuer leuchten würden. Gemeinden sollten alles tun, damit wir heuer keine Strahler in Lokalen haben". Mittlerweile sei die Lage ernst und man müsse sich daher akut mit dem Thema Energiesparen auseinandersetzen.

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