Experte über Öffnungen: "Der größte Fehler wäre..."

Epidemiologe Gerald Gartlehner von der Donau-Uni Krems in der "ZIB 2"
Epidemiologe Gerald Gartlehner von der Donau-Uni Krems in der "ZIB 2"ORF/ ZIB 2
Epidemiologe Gerald Gartlehner beurteilt in einem ersten Interview die Öffnungen, die es ab 19. Mai geben soll.

Nach den angekündigten Öffnungen war Epidemiologe Gerald Gartlehner von der Donau-Uni Krems in der "ZIB 2" zu Gast. Sind die Öffnungen verfrüht? Drohen sie gar, noch ins Wasser zu fallen?

"In dreieinhalb Wochen kann epidemiologisch sehr viel passieren", mahnt Gartlehner eingangs. Grundsätzlich sei es aber zu begrüßen, über Öffnungen nachzudenken. Doch hier spielen bekanntlich mehrere Faktoren eine Rolle.

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Der größte Fehler

"Der größte Fehler wäre, am 19. Mai alles zu öffnen, ohne auf die Intensivbettenkapazität zu blicken." Auch die abwartende Haltung von Bürgermeister Ludwig sei grundsätzlich eine sehr gute.

Die steigenden Zahlen in Vorarlberg führt auch Gartlehner auf die britische Mutation zurück, die unmittelbar nach den Öffnungen das Ländle erreichte. Die Zahlen wären also vermutlich so oder so gestiegen. Daraus lernen kann man allerdings, "dass es sehr schnell gehen kann."

Leider hat es zu Beginn an der wissenschaftlichen Begleitung gefehlt. Man weiß deswegen leider wieder nicht genau, welche Maßnahme welchen Effekt nach sich gezogen hat. Das war eine "vertane Chance", mit der man nun "bessere Entscheidungen" treffen hätte können.

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