Viele Unternehmen verlassen sich auf Cloud-Dienste und glauben, gut abgesichert zu sein. Doch ein oft übersehenes Problem kann sie trotzdem lahmlegen: Fehler in der sogenannten Steuerungsebene der Cloud-Anbieter.
Ein IT-Experte beschreibt den Fall eines Unternehmens, das alles richtig gemacht hatte: Die Firma investierte massiv in Automatisierung, verteilte ihre Daten auf mehrere Regionen und dokumentierte sorgfältig alle Notfallprozesse. Auf dem Papier sah alles perfekt aus.
Doch dann gab es ein Problem mit der Steuerungsebene eines wichtigen Cloud-Anbieters, berichtet computerwoche.de unter Berufung auf infoworld.com. Die Infrastruktur selbst war zwar nicht vollständig ausgefallen, aber die Verwaltungsebene wurde so instabil, dass die IT-Teams keine zeitnahen Änderungen mehr vornehmen konnten.
Das Problem: Selbst wenn Unternehmen ihre Daten auf mehrere Regionen verteilen, kann ein Fehler in der Steuerungsebene alle Regionen gleichzeitig betreffen. "Redundanz unterhalb der Steuerungsebene schützt nicht vor einem Ausfall oberhalb dieser Ebene", warnt der Experte David Linthicum.
Die Studie "Annual Outage Analysis 2025" des Uptime Institute bestätigt das Problem: Immer mehr Ausfälle lassen sich auf Fehler in der Steuerungsebene zurückführen und nicht mehr auf isolierte Infrastrukturfehler.
Der Experte rät Unternehmen, ihre Notfallpläne zu überdenken. Viele Failover-Strategien setzen voraus, dass die Cloud-Verwaltung im Krisenfall noch funktioniert - eine gefährliche Annahme.