Der Stich der Spinnentiere ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch schlimme gesundheitliche Risiken bergen. Die beste Vorbeugung gegen die von Zecken übertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis (kurz: FSME) ist die Impfung.
Man kann sich aber auch mit Borreliose anstecken. In diesem Fall gibt es keine Immunisierung. Die Erkrankung ist nur durch konsequenten Schutz, rasches Entfernen und das Erkennen der typischen Wanderröte behandelbar.
Wer glaubt, dass die Tierchen nur in bewaldeten Gebieten unterwegs sind, der irrt. Experten machen darauf aufmerksam, dass die Gefahr auch in Gärten, Parks und an Badeseen lauert.
Helmut J.F. Salzer, Leiter der Klinischen Abteilung für Infektiologie und Tropenmedizin am Linzer Kepler Klinikum, empfiehlt: "FSME-Impfstatus unbedingt vor Sommeraktivitäten prüfen, nach Aufenthalt im Grünen den Körper absuchen, Zecken möglichst rasch gerade herausziehen, Stichstelle beobachten."
Machen sich Symptome bemerkbar, muss ein Mediziner eingeschaltet werden. Eine ärztliche Abklärung sei bei Wanderröte, Fieber, Kopf- bzw. Nackenschmerzen, neurologischen Symptomen oder unklarer Erkrankung nötig, betont Salzer.