Alarmierende Zahlen

Stress, Cannabis, Alkohol – so abhängig sind Teenager

Stress in der Schule, täglicher Nikotinkonsum und riskanter Umgang mit Alkohol: Neue Zahlen aus OÖ zeigen, wo Jugendliche besonders gefährdet sind.
Oberösterreich Heute
20.08.2026, 03:00
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Prüfungen, Zeitdruck und die Angst, nicht gut genug zu sein: Mehr als zwei Drittel der Jugendlichen, die im Schuljahr 2024/25 das digitale Coaching-Programm "ready4life" nutzten, gaben an, unter Stress zu leiden. 35,5 Prozent fühlten sich sogar stark oder sehr stark belastet.

Das Programm des Instituts Suchtprävention von pro mente OÖ erreichte im vergangenen Schuljahr mehr als 3.700 Jugendliche. Die meisten von ihnen waren zwischen 14 und 19 Jahre alt.

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Jeder Vierte konsumiert täglich Nikotin

Besonders auffällig sind die Zahlen zum Nikotinkonsum: 24,6 Prozent der Befragten hatten in den vergangenen 30 Tagen täglich mindestens ein Nikotinprodukt konsumiert. Weitere 16,9 Prozent griffen zumindest gelegentlich zu Zigarette, E-Zigarette oder Nikotinbeutel. Am häufigsten wurden E-Zigaretten und Einweg-Vapes genannt. 19,6 Prozent der Jugendlichen gaben an, diese zu konsumieren.

Auch Alkohol spielt eine große Rolle: Bei etwa einem Drittel zeigte die Auswertung ein erhöhtes Risiko. 8,8 Prozent hatten im vergangenen Monat zumindest einmal Cannabis probiert.

"Das Coaching-Programm ready4life ist ein qualitätsgesichertes kostenloses Angebot zur Gesundheitsförderung", erklärt Rainer Schmidbauer, Leiter des Instituts Suchtprävention von pro mente OÖ. Die Jugendlichen können sich damit online über die App und offline über den Eingangsworkshop "längerfristig mit für sie relevanten Gesundheitsthemen auseinandersetzen".

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Bewegungsmangel lässt Ampeln leuchten

Eine Eingangsbefragung erstellt ein persönliches Kompetenzprofil. Grün, Gelb und Rot zeigen, wo es gut läuft und wo Verbesserungsbedarf besteht. "Sie erhalten dabei eine objektive Einschätzung ihrer persönlichen Kompetenzen beziehungsweise Verhaltensweisen", so Schmidbauer. Gleichzeitig gebe es "Hinweise, in welchen Bereichen eine tiefergehende Auseinandersetzung sinnvoll ist".

Übrigens sorgen nicht nur Suchtmittel für rote Ampeln: Beim Thema regelmäßige Bewegung landeten 47 Prozent im gelben und 22,5 Prozent im roten Bereich. Insgesamt besteht damit bei 69,5 Prozent Verbesserungsbedarf.

Warnung vor digitalen Risiken

Auch Social Media und Gaming hinterlassen Spuren: 20,4 Prozent erhielten hier eine gelbe, 14 Prozent eine rote Ampel. Bei der Sozialkompetenz zeigte ebenfalls rund ein Drittel der Teilnehmer Verbesserungspotenzial.

VP-Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander betont: "Suchtprävention beginnt nicht erst dann, wenn ein Problem bereits existiert." Gerade bei Jugendlichen müsse früh angesetzt, die Gesundheitskompetenz gestärkt und der Umgang mit Stress und Belastungen erleichtert werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.08.2026, 03:00