SMS-Betrug

Experten warnen vor Weihnachten vor dreister Abzocke

In der Vorweihnachtszeit häufen sich in Österreich Betrugsmaschen per SMS. Die Regulierungsbehörde RTR warnt nun alle Bürger.
Newsdesk Heute
23.11.2025, 11:07
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Während viele Menschen ihre Weihnachtseinkäufe ins Internet verlagern, schlägt auch die Stunde internationaler Betrugsnetzwerke. Die Regulierungsbehörde RTR verzeichnet bereits jetzt eine auffällige Häufung von SMS-Fallen – und rechnet in den kommenden Wochen mit einem weiteren kräftigen Anstieg.

"In der Vorweihnachtszeit blüht der Online-Handel, und der zeitliche Druck steigt bei den meisten von uns. Das nützen die Betrüger aus und versenden beispielsweise SMS, die angeblich von Paketdienstleistern stammen und dubiose Links mit Zahlungsaufforderungen und Ähnliches enthalten", erklärt Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post.

Allein im Oktober gingen bei der Behörde rund 700 Beschwerden ein. "Das sind zwar etwas weniger als im September, ich rechne aber mit einem baldigen, deutlichen Anstieg", so Steinmaurer weiter. Neben klassischen Paket-Betrugsnachrichten nehmen laut RTR derzeit auch Phishing-SMS mit Absenderkennungen wie "Austria-ID" oder "Finanzonline" stark zu.

Betrüger setzen auf Stress – und auf vertraute Namen

Die Täter nutzen die Hektik der Vorweihnachtszeit gezielt aus. Neben falschen Paket-SMS sollen auch sogenannte Tochter/Sohn-Tricks sowie gefälschte Nachrichten vermeintlicher Onlinehändler verstärkt eingesetzt werden, um an sensible Zugangsdaten zu gelangen.

Die wichtigste Maßnahme sei daher, kurz innezuhalten und den Inhalt kritisch zu prüfen: Wirkt der Text plausibel? Ist der Zeitpunkt logisch? Im Zweifel sollten Betroffene das Unternehmen über offizielle Kontaktwege –etwa die Hotline – selbst kontaktieren.

Experten raten zu strikter Vorsicht

Die RTR betont außerdem:

  • Nicht auf Absendernamen verlassen: Selbst wenn als Absender die Hausbank oder ein bekannter Paketdienst erscheint, kann die Kennung gefälscht sein.
  • Keine Links in SMS öffnen: Hinter den URLs können sich Fake-Webseiten, Schadsoftware oder betrügerische Apps verbergen.
  • Verfolgung kaum möglich: Die Absenderkennung automatisierter Betrugs-SMS ist in der Regel manipuliert, die Hintermänner sitzen oft in internationalen Netzwerken.

Weiterhin meldet die RTR zahlreiche Beschwerden über betrügerische Anrufe: Dabei fordert eine Tonbandstimme angeblich im Namen von Diensten wie PayPal oder Amazon auf, eine Taste zu drücken. Danach übernehmen echte Betrüger, die zur Installation einer schädlichen App verleiten wollen.

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