Coronavirus

Expertin: Corona-Fake-News "als Info getarnter Müll"

Die Tiroler Immunologin Birgit Weinberger räumte am Donnerstag bei einem vom Roten Kreuz veranstalteten Webinar mit Corona-Fake-News auf.
06.11.2021, 09:23

"Noch nie wussten so viele Menschen über Viren, das Immunsystem und Impfstoffe Bescheid wie jetzt in der Covid-19 Pandemie, es war aber auch noch nie so viel Falschinformation im Umlauf", sagte Weinberger bei der Veranstaltung des Österreichischen Jugendrotkreuz. Immernoch werde vielerorts behauptet, dass Corona-Impfungen unfruchtbar machen. Dies sei nichts weiter als eine alte Mär, so die Immunologin.

Weinberger forscht am Institut für Biomedizinische Alternsforschung der Universität Innsbruck. Ein Mitarbeiter von Pfizer habe auf seinem Blog die Behauptung verbreitet, dass die Impfung steril mache, ohne sie mit irgendwelchen Daten zu stützen. Seine These wurde mittlerweile eindeutig widerlegt.

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"Die Ursprungsbehauptung, die ohne jegliche Daten in die Welt gestreut wurde, hält sich dennoch unglaublich hartnäckig", bemängelte die Immunologin. "Wenn man einmal bei Hundefotos ,Gefällt mir‘ klickt, bekommt man immer mehr solcher Schnappschüsse zu sehen", erklärte Teresa Neuwirth von der Universitätsklinik für Dermatologie der Medizinischen Universität Wien und machte dafür unter anderem die Algorithmen der sozialen Medien verantwortlich.

"Dasselbe passiert bei Falschmeldungen zur Coronaimpfung". Was bei Hundefotos nett sei, führe bei Impfungen dazu, dass die Menschen immer mehr Falschinformationen zu Gesicht bekämen. "Da kommt man dann fast nicht mehr raus", sagte die Forscherin.