Was genau passiert ist, war in der Nacht auf Mittwoch vorerst noch völlig unklar, fest stand nur, dass eine Tiefenbohrung offenbar am Dienstagabend eine schwere Explosion in einer Siedlung in Ansfelden ausgelöst haben dürfte. Die Feuerwehr stand offenbar bereits seit etwa vier Stunden aufgrund eines Wasseraustritts im Einsatz, als sich plötzlich eine schwere Explosion ereignete.
"Bei einer Tiefenbohrung in einem Siedlungsgebiet in Ansfelden kam es am Dienstag zu einem Wasseraustritt, bei dem auch Gas ausströmte. Nachdem die Feuerwehr gerufen worden war, kam es bei einem benachbarten Grundstück zu einer Explosion, bei der eine Person unbestimmten Grades verletzt worden ist. Da das Gas nach wie vor austritt, ordnete der Bezirkshauptmann Manfred Hageneder die sofortige Evakuierung aller Bewohner der rund 65 Gebäude im gefährdeten Bereich an", berichtet die Polizei.
Ein Großaufgebot von zehn umliegenden Feuerwehren wurde nachdem sich die Explosion ereignet hatte, an den Einsatzort entsandt. Ein Großteil der Einsatzkräfte musste aufgrund der Gefährdung vorerst in sicherer Entfernung auf ihren Einsatz warten. Das Gebiet wurde von der Polizei aufgrund der Gefahrenlage weiträumig gesperrt.
Es soll mindestens ein Haus gebrannt haben. Schätzungsweise 100 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Strom- und Gasversorgung wurde im gesamten Siedlungsgebiet abgeschaltet. Nähere Informationen dazu soll die behördliche Einsatzleitung im Laufe des Mittwochs bekanntgeben, heißt es weiter.
Für den frühen Mittwochmorgen werden Techniker eines Bohrunternehmens an der Einsatzstelle erwartet.