Eine vom Gesundheitsministerium in Auftrag gegebene und vom "Covid-Prognose-Konsortiums" durchgeführte Prognose geht von steigenden Fall- und Spitalsaufnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus aus. Noch vergangene Woche lagen die täglichen Neuinfektionen im Durchschnitt bei rund 2.400, in der kommenden Woche dürften es rund 2.900 sein. Schon Mitte kommender Woche rechnen die Experten mit mehr als 3.000 täglichen Neuinfektionen.
Das würde einer 7-Tage-Inzidenz von 235 neuen Fällen gerechnet auf 100.000 Einwohner bedeuten. Dabei rechnen die Experten mit starken regionalen Unterschieden, wobei der Westen günstigere Werte verzeichnen wird können. In Vorarlberg, das kommende Woche ja erste Öffnungsschritte umsetzen wird dürfen, sollte die 7-Tage-Inzidenz bei 88 liegen, im Burgenland hingegen bei 320. Am stärksten sollen die Anstiege in Salzburg und Kärnten ausfallen.
Im Burgenland werden vor allem die unterschiedlichen Varianten und Mutationen des Virus als Zahlentreiber fungieren. In der Woche vom 1. bis zum 7. März waren bereits 94 Prozent aller Fälle auf Mutationen zurückzuführen. Österreichweit lag dieser Wert damals noch bei "nur" 75 Prozent.
Was die Ausbreitungsdynamik der Mutanten zwischen der Kalenderwoche sieben und der Kalenderwoche neun betrifft, lag bei diesen die effektive Reproduktionszahl zuletzt bei 1,18 und damit um durchschnittlich 22 Prozent über jener der Vorvariante.
Wirklich besorgniserregend ist die Prognose, was die Entwicklung in den Krankenhäusern betrifft. Denn die Fachleute vermuten, dass es schon in zwei Wochen bis zu 1.900 Covid-Patienten in Spitalsbehandlung geben könnte. Mehr als 430 Patienten wären demnach auf den Intensivstationen zu erwarten. Zum Vergleich: Am heutigen Mittwoch benötigen 302 Personen intensivmedizinische Betreuung auf Grund einer Covid-19-Erkrankung, ein Rückgang im Vergleich zum Dienstag.