Sogar ein italienischer Journalist machte sich am Sonntag extra auf den Weg zum ÖFB-Campus nach Wien-Aspern, um Teamchef Ralf Rangnick persönlich zu den anhaltenden Spekulationen um den AC Milan zu befragen. Doch wer auf Klarheit gehofft hatte, wurde enttäuscht. Rangnick ließ den Reporter mit seiner Antwort praktisch abblitzen und vermied jede konkrete Stellungnahme.
Auf die Frage nach einem möglichen Engagement beim italienischen Traditionsklub erklärte der Deutsche nur knapp: "Ich werde das weder bestätigen noch dementieren." Mehr wollte Rangnick dazu nicht sagen. Stattdessen verwies er auf die laufenden Gespräche mit dem ÖFB. "Mein Gesprächs- und Verhandlungspartner ist der ÖFB. Es gibt mit dem ÖFB konkrete Gespräche. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen."
Damit bleibt die Zukunft des Teamchefs weiterhin offen. Sein aktueller Vertrag beim österreichischen Verband läuft nach der Weltmeisterschaft 2026 aus. Seit Monaten wird über eine Verlängerung gesprochen, eine Einigung wurde bisher allerdings nicht verkündet.
Solange Rangnick keine eindeutige Entscheidung trifft, dürften ihn die Fragen nach seiner Zukunft auch während der WM-Vorbereitung weiter verfolgen. Die Spekulationen werden zusätzlich dadurch befeuert, dass aus Italien seit Tagen von konkretem Interesse des AC Milan berichtet wird.
Die "Rossoneri" verpassten zuletzt einen Platz in der Champions League und sollen deshalb einen größeren Umbruch planen. Italienischen Medien zufolge hat es bereits ein Treffen zwischen Vertretern des Klubs und Rangnick gegeben.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt auch die Trainersuche der Mailänder. Laut der "Gazzetta dello Sport" beschäftigt sich Milan derzeit unter anderem mit Oliver Glasner und Matthias Jaissle – zwei Trainer, die beide in der Vergangenheit eng mit Rangnick zusammengearbeitet haben. Ob das ein Hinweis auf einen möglichen Rangnick-Einstieg in Mailand ist, bleibt vorerst offen.