Der Countdown läuft! Am Montag bestreitet Österreich im Ernst-Happel-Stadion das letzte Testspiel vor der Weltmeisterschaft. Um 20.45 Uhr erfolgt der Anpfiff gegen Tunesien.
"Es ist die Generalprobe, wir haben den Gegner bewusst ausgewählt", sagt Teamchef Ralf Rangnick am Sonntag. "Weil es von der Spielweise her durchaus Ähnlichkeiten mit Jordanien gibt. Sie sind auf schnelle Konter ausgerichtet, spielen aus einem tiefen Block." Gegen das arabische Land bestreitet Österreich am 17. Juni das WM-Auftaktspiel.
Rangnick plant, in Bestbesetzung zu starten. "Man kann davon ausgehen, dass es weitgehend die Elf ist, die gegen Jordanien spielen könnte. Es ist die Generalprobe. Bei einem Musical oder Theater stellst du auch nicht die hin, die bei der Premiere dann nicht auftreten. Wir werden in der Pause und während der zweiten Halbzeit wechseln."
Fakt ist: Von einer angezogenen Handbremse will der Deutsche nichts hören. "Mit unserer Spielweise geht das gar nicht. Aber wir werden nicht Kopf und Kragen riskieren, so clever sind die Jungs."
Dass die Partie gegen Tunesien tatsächlich der finale Probegalopp vor der Rückkehr auf die WM-Bühne ist, liegt an der Absage des Guatemala-Spiels. Das hätte am 10. Juni im Rose Bowl Stadium in Pasadena (US) steigen sollen, wurde aber gecancelt.
"Ich sehe die Absage sogar positiv", gesteht Rangnick. "Ich war nicht so ein Freund von der Idee. Wir hätten wieder drei Stunden mit dem Bus hin- und herfahren müssen und vor fast leeren Rängen gespielt."
Stattdessen plant der Teamchef ein internes Match. "Wir werden dreimal 15 oder dreimal 20 Minuten Elf gegen Elf spielen, in Trikots und mit Schiedsrichtern, die wir noch finden müssen."
Mit Vorfreude blickt Kapitän David Alaba der Endrunde entgegen. "Die WM hat einen sehr hohen Stellenwert, ich freu mich riesig darauf, wenn wir in den Flieger steigen. Ich versuche schon ganze Karriere, eine WM zu spielen. Dass es jetzt passiert, ist richtig besonders."
Sein Plan für die WM: "Wir wollen in einen Flow kommen, damit wir nicht nur unsere Ziele erreichen, sondern Geschichte schreiben."