Tragödie in Paris! Nach dem Sieg von Paris Saint-Germain im Champions-League-Finale kam im Zuge der Ausschreitungen in Paris am Samstagabend ein Motorradfahrer ums Leben. Auch die Angaben der Behörden sind erschreckend: 780 Menschen sind festgenommen worden. Und, nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez, wurden bei gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Nacht zum Sonntag insgesamt 57 Sicherheitskräfte verletzt.
Allein in der französischen Hauptstadt versammelten sich nach Polizeiangaben am Samstag rund 20.000 Menschen auf der Prachtstraße Champs-Elysees, um den Sieg von PSG im Champions-League-Finale zu feiern. Der französische Fußball-Meister hatte den FC Arsenal in Budapest mit 4:3 im Elfmeterschießen bezwungen und wiederholte damit seinen Erfolg aus dem Vorjahr.
Bei den Ausschreitungen am Samstagabend lag die Zahl der Festnahmen laut Innenminister Nuñez um fast ein Drittel über der vom Vorjahr, als knapp 600 Menschen festgenommen worden waren. 457 der Festgenommenen wurden in Gewahrsam genommen. Knapp 220 Teilnehmer wurden demnach verletzt, acht von ihnen schwer. Mehrere Fahrzeuge und Geschäfte seien beschädigt worden. Insgesamt waren in Frankreich 22.000 Sicherheitskräfte im Einsatz.
In Paris starb ein Motorradfahrer nach Angaben der Staatsanwaltschaft, als er mit seinem Fahrzeug frontal gegen eine zur Absperrung der Ringautobahn aufgestellte Betonbarriere fuhr. Zudem wurde ein junger Mann verletzt, als vier Menschen im Streit um einen angeblichen Diebstahl mit einem Messer auf ihn losgingen.
Am Sonntagnachmittag wurden die Fußballer von Paris Saint-Germain zur Siegesfeier in der französischen Hauptstadt erwartet. Die Behörden rechneten mit fast 100.000 Fans am Rande der Paradestrecke. Präsident Emmanuel Macron wollte die Mannschaft im Elysée-Palast empfangen.