Der Traditionsrennstall Williams steckt tief in der Krise. Seit fünf Rennen wartet Williams auf WM-Punkte, zuletzt landeten Alexander Albon und Carlos Sainz beim Grand Prix von Ungarn mit zwei Runden Rückstand nur auf den Plätzen 17 und 18.
Für Sky-Experte Ralf Schumacher ist die Situation alarmierend. Im Podcast "Backstage Boxengasse" erklärte der ehemalige Formel-1-Pilot: "Da wird's eng." Die Stimmung im Team kippe spürbar. "Alexander Albon ist total down und auch Carlos Sainz nicht mehr positiv."
Zwar wünsche er Teamchef James Vowles den Turnaround, doch der Deutsche zweifelt daran. "Wir mögen James Vowles sehr, sehr gerne. Ich würde ihm auch wünschen, dass er das hinkriegt. Ich befürchte allerdings, dass er nicht mehr die Zeit haben wird."
Die Geduld der Investoren dürfte laut Schumacher bald erschöpft sein.
Williams setzt große Hoffnungen auf ein umfangreiches Update für den Grand Prix von Aserbaidschan in Baku. Schumacher glaubt allerdings nicht an die große Wende. "Ich sehe da jetzt im Moment mal keine Lösung. Ich wüsste auch nicht, wie James Vowles das jetzt hinbekommt." Sollte das neue Paket nicht einschlagen, könnte der Druck auf den Teamchef weiter steigen.