Was macht Max Verstappen? Der Niederländer hält die Motorsportwelt so richtig auf Trab. Dabei ist eigentlich alles geklärt, besitzt der Vierfach-Weltmeister bei seinem Red-Bull-Rennstall doch einen bis 2028 laufenden Vertrag. Dieser enthält aber eine Ausstiegsklausel, die greift, wenn der Niederländer während der Sommerpause nicht unter den Top Drei der Fahrer-WM liegt – und das tut er nicht, das war schon wochenlang klar.
Das heißt: Verstappen könnte diese Klausel nun jederzeit aktivieren und den Bullen den Rücken kehren, soll sogar bis in den Oktober hinein dazu Zeit haben. Das einzige Problem des Star-Fahrers: Verstappen scheinen langsam die Alternativen auszugehen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff kündigte jüngst zwar an, er habe keinerlei Bedenken, WM-Leader Andrea Kimi Antonelli und Verstappen nebeneinander in ein Team zu setzen, betonte aber gleichzeitig, dass die Fahrerpaarung für 2027 wohl unverändert bleibe, also auch George Russell weiterhin im "Silberpfeil" sitzt. Möglich wäre derweil ein Abgang zu McLaren, dort könnte der Viefach-Weltmeister den Platz von Oscar Piastri einnehmen. Mit Gianpiero Lambiase geht ja ohnehin sein aktueller Vertrauensmann und Renningenieur künftig zu McLaren.
Red Bull will da freilich nicht bloß tatenlos zusehen. Versuche, die Ausstiegsklausel in diesem Jahr abzukaufen, sind fehlgeschlagen. Das Angebot von kolportierten acht Millionen Euro hatte die Verstappen-Seite weggewischt. Jüngst machten daraufhin Gerüchte die Runde, die oberste Bullen-Etage soll Loyalität des Vierfach-Weltmeisters vermissen.
Laut "Bild" wolle Red Bull nun aber einen neuen Vertrag mit dem Niederländer abschließen. Dieser soll künftig bis 2029 laufen und eine Gehaltserhöhung mit sich bringen: von 65 Millionen Euro ist die Rede. Im Gegenzug will das Red-Bull-Team freilich die Klausel streichen, der Niederländer könnte dann nicht so einfach sein Team wechseln.
Ob sich Verstappen darauf einlässt? Zwar fühle sich der Star-Pilot und sein Lager in letzter Zeit nicht mehr unbedingt leistungsgerecht entlohnt – obwohl der Niederländer ohnehin bereits der bestbezahlte Fahrer der Formel 1 ist–, andererseits würde ihm der neue Vertrag freilich die Flexibilität kosten.
Verstappen zögert jedenfalls, denn das Vertragsangebot soll schon einige Wochen auf dem Tisch liegen. Verstappen fordere vor allem auch ein konkurrenzfähiges Team, ein schnelles Auto – etwas, womit Red Bull aktuell nicht aufwarten kann.So oder so, eine Entscheidung soll aber schnell kommen.