Der erste Test von Hadjar im neuen RB22 endete gleich in der Mauer. Der Franzose, erst mit Jahresbeginn zum Teamkollegen von Max Verstappen befördert, crashte bei den geheimen Formel-1-Testfahrten in Barcelona am Dienstag in die Mauer und beschädigte den Red Bull.
Damit startete für den österreichischen Rennstall ein Wettlauf gegen die Zeit. Red Bull braucht dringend Ersatzteile, um den neuen Boliden wieder rennfertig machen zu können. Doch auf die warten die Bullen noch. Am Mittwoch blieb der RB22 deshalb bereits in der Garage. Und auch am Donnerstag können Verstappen und Hadjar mit dem neuen Gefährt nicht ausfahren.
Red Bull wartet weiterhin auf Teile, die an die Strecke von Barcelona geliefert werden müssen. Diese, so hofft der Rennstall, sollen noch am Donnerstag ankommen, um Testrunden am Freitag zu ermöglichen. Den Mechanikern steht damit eine Nachtschicht bevor.
Vorerst hält sich der Schaden aber in Grenzen. Bei den ersten Testfahrten der neuen Formel-1-Saison, die über fünf Tage angesetzt sind, darf jeder Rennstall ohnehin nur drei Tage bestreiten. Der Freitag ist somit die letzte Chance für Red Bull, noch einmal einige Runden absolvieren zu können.
Allerdings ist jeder Kilometer für Red Bull kostbar. In der Motorsport-"Königsklasse" gilt ein gänzlich neues Reglement – sowohl beim Chassis, als auch beim Motor. Der Energydrink-Gigant wird erstmals selbst zu einem Motorenbauer, hat gemeinsam mit Ford den Antrieb selbst entwickelt.
Vizeweltmeister Verstappen bestritt seinen ersten Testtag bereits am Montag. Vor dem Saisonstart stehen noch Testfahrten in Bahrain (11. bis 13. Februar und 18. bis 20. Februar) auf dem Programm.