33 Millionen Euro!

Fahrrad-Hersteller Pleite – Mehr als 50 Jobs betroffen

Die 2Rad Produktions GmbH in Hard ist erneut insolvent. 54 Mitarbeiter sind betroffen, die Forderungen liegen bei rund 33,4 Millionen Euro.
Österreich Heute
02.09.2026, 20:45
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Erneute Insolvenz in der Vorarlberger Fahrradbranche: Die 2Rad Produktions GmbH (früher Simplon) mit Sitz in Hard hat beim Landesgericht Feldkirch ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt.

Die Dimension ist beträchtlich: Laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) sind derzeit 150 Gläubiger mit Forderungen von insgesamt rund 33,4 Millionen Euro betroffen. Das Unternehmen beschäftigt 54 Mitarbeiter.

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Firma war bereits 2024 insolvent

Besonders brisant: Das Unternehmen war bereits 2024 insolvent. Der damals abgeschlossene Sanierungsplan wurde nicht zur Gänze beglichen.

Die 2Rad Produktions GmbH ist aus der früheren SIMPLON Fahrrad GmbH hervorgegangen. Nach einer Umstrukturierung im Jahr 2026 konzentriert sie sich im Wesentlichen auf die Produktion innerhalb der SIMPLON-Gruppe. Alleingesellschafter ist die SIMPLON Bike GmbH.

Das führte zur neuerlichen Pleite

Als Gründe für die Insolvenz nennt das Unternehmen erhebliche Verzögerungen und Leistungsprobleme bei einem wichtigen Outsourcing-Partner. Dadurch sei es zu Ausfällen bei der Produktion und Auslieferung gekommen.

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Liefertermine konnten demnach nicht eingehalten werden. In weiterer Folge blieben Umsätze und Folgeaufträge aus, wodurch erhebliche Liquiditätsengpässe entstanden. Zusätzlich kämpft das Unternehmen mit dem weiterhin schwierigen Marktumfeld in der europäischen Fahrradbranche.

Produktion soll weitergehen

Das Unternehmen soll trotz Insolvenz fortgeführt und saniert werden. Den Gläubigern soll ein Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent angeboten werden. Diese soll binnen zwei Jahren nach Annahme des Plans bezahlt werden.

Zusätzlich sind weitere Restrukturierungsmaßnahmen geplant. Auch nach einem Investor wird gesucht. Als wesentliche Vermögenswerte werden umfangreiche Warenlagerbestände sowie das betriebliche Anlagevermögen genannt.

Gläubiger können ihre Forderungen ab sofort über den AKV anmelden.

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