Seit Jahren gehört Judith Ralston zu den bekanntesten Wettergesichtern Schottlands. Anfang August bekam die Moderatorin eine besondere Chance: Für eine Woche durfte sie in London das Wetter für das landesweite BBC-Programm präsentieren – unter anderem bei "BBC News at One".
Doch statt über Sonne und Regen wurde danach vor allem über Ralston selbst gesprochen.
Mehrere Zuschauer aus England beschwerten sich in sozialen Netzwerken über die Moderatorin. Eine Person bezeichnete ihren schottischen Akzent als "hard" und behauptete, Ralston würde zu leise sprechen und nuscheln. Ein anderer Zuschauer erklärte sogar, die Wetterfrau sei trotz voll aufgedrehter Lautstärke praktisch nicht zu verstehen.
Die Kritik sorgte prompt für Gegenwind. Vor allem Zuschauer aus Schottland stellten sich hinter Ralston. Dort ist die Moderatorin schließlich alles andere als eine Unbekannte: Bereits 1999 kam sie zur BBC, zunächst als Verkehrsreporterin, später wechselte sie zum Wetter.
Für ihre Fans war deshalb schnell klar: Nicht Ralstons Aussprache sei das Problem, sondern offenbar die Technik. Ein Zuschauer bemerkte etwa, dass ihr Mikrofon während der Übertragung immer wieder leiser werde. Im schottischen BBC-Programm sei sie hingegen klar und deutlich zu verstehen.
Und tatsächlich lagen die Verteidiger damit offenbar richtig.
Mittlerweile reagierte die BBC offiziell auf die Beschwerden – und entschuldigte sich bei den Zuschauern. Ein technisches Problem habe bei einigen Wetterberichten in der ersten Augustwoche dafür gesorgt, dass Ralstons Ton leiser ausgestrahlt wurde als vorgesehen. Der Fehler sei inzwischen vollständig behoben.
Ralston selbst ließ sich die besondere Woche davon offenbar nicht verderben. Auf Instagram schwärmte sie anschließend von ihrem Einsatz in London. Es sei großartig gewesen, diese Gelegenheit einmal in ihrer Karriere zu bekommen. Mit den Kollegen habe sie viel gelacht und sich sofort wohlgefühlt.
Kurioses Detail: Bevor Ralston zur Wettermoderatorin wurde, wollte sie eigentlich als Opernsängerin Karriere machen. Probleme mit ihrer Stimme zwangen die gebürtige Schottin jedoch dazu, diesen Weg aufzugeben. Jahre später sorgt ausgerechnet ihre Stimme nun erneut für Schlagzeilen – diesmal allerdings wegen eines technischen Fehlers.