Familie verzweifelt: 3 Kinder, kein Geld für Schule

Vater Mohammed mit seinen Söhnen Hussein (12) und Hassan (10)
Vater Mohammed mit seinen Söhnen Hussein (12) und Hassan (10)zVg
Stifte, Hefte, Kleidung, Laptop oder Tablet: Zum Schulanfang entstehen hohe Kosten. Viele Familien können die Belastung nicht stemmen.

Im Schnitt 1.468 Euro geben Eltern laut Arbeiterkammer pro Schuljahr für ein Kind aus – für viele Familien eine finanzielle Belastung, die ihre Möglichkeiten übersteigt. "Als Vater will ich meinen Kindern alles geben, was sie brauchen. Seit sie in die Schule gehen, ist das eine große Herausforderung. Manchmal können wir für mich und meine Frau gar nichts ausgeben, weil alles die Kinder brauchen", erzählt Mohammed A. (38), Vater von drei Söhnen (10, 12, 15).

Die Familie aus dem Irak lebt seit 2015 in Österreich und hat humanitäres Bleiberecht erhalten. Arbeiten dürfen Vater Mohammed und Mutter Inas nicht. Im Rahmen der Grundversorgung bekommt sie monatlich 730 Euro zum Leben. Wenn zum neuen Semester Anschaffungen wie besondere Arbeitskleidung, ein Laptop oder ein Tablet im Raum stehen, sprengt das ihre finanziellen Möglichkeiten bei weitem.

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Keine Chance ohne Flüchtlingshelfer

Das Flüchtlingsprojekt Ute Bock hat sich nun der Familie A. angenommen und hilft beim Schulstart aus. "Ohne Ute Bock hätte unsere Familie keine Chance. Ich hoffe, dass ich bald eine Erlaubnis zum Arbeiten bekomme, denn ich möchte gerne selber für meine Frau und Kinder sorgen."

Eigentlich könnten sich alle Familien, die mit der Grundversorgung leben müssen, den Schulstart nicht leisten, sagt Maren Riebe vom Flüchtlingsprojekt Ute Bock. "Gott sei Dank bekommen wir viele Spenden und können den Kindern geben, was sie brauchen. Wenn man das einzige Kind in der Klasse ist, das kein richtiges Material hat, ist das kein guter Start ins neue Schuljahr."

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