Eine Lebensgefährtin verliert ihren Partner, drei Kinder ihren Vater: Nach einem schweren Motorradunfall in St. Georgen an der Stiefing im Bezirk Leibnitz ist Sebastian B. seinen Verletzungen erlegen. Der 31-Jährige starb am 20. August, sechs Tage nach dem folgenschweren Sturz.
Sebastian B. war am 14. August gemeinsam mit drei weiteren Motorradfahrern unterwegs. Gegen 16 Uhr kam es auf der L626 zum Unfall.
Nach den ersten Ermittlungen dürfte der 31-Jährige mit seiner Maschine auf das Bankett geraten sein. In weiterer Folge verlor er offenbar die Kontrolle über das Motorrad.
Sebastian B. überschlug sich mit seiner Maschine, prallte gegen mehrere Straßenleitpflöcke sowie eine Einfriedung und blieb schließlich auf einer Böschung liegen.
Seine Begleiter reagierten sofort und alarmierten die Einsatzkräfte. Ein Notarzt, der sich zufällig in der Nähe befand, war rasch zur Stelle. Gemeinsam mit dem Notarzt des Rettungshubschraubers C12 wurde um das Leben des Steirers gekämpft.
Der junge Familienvater wurde zunächst erfolgreich reanimiert. Anschließend flog ihn der Rettungshubschrauber mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins LKH Graz.
Dort kämpfte der Familienvater weiter um sein Leben. Sechs Tage nach dem Unfall kam jedoch die traurige Nachricht: Seine Verletzungen waren zu schwer.
"Trotz aller Hoffnung, des unermüdlichen Kampfes und des Wunsches, ihn wieder nach Hause zu bringen, konnte Sebastian seinen schweren Verletzungen nicht standhalten", schreiben Freunde und Angehörige in einem Spendenaufruf.
Der 31-Jährige hinterlässt seine Lebensgefährtin Michaela und drei Kinder. Sohn Jacob ist vier Jahre alt, Leo erst ein Jahr. Auch die 13-jährige Stieftochter Magdalena trauert um Sebastian.
"Sebastian wird in seinen Kindern, seiner Familie und in den Herzen all jener, die ihn geliebt haben, weiterleben", heißt es in dem Aufruf.
Neben der Trauer steht die Familie nun auch vor finanziellen Herausforderungen. Die Kosten für das gemeinsame Zuhause sowie die Versorgung und Betreuung der Kinder laufen weiter.
Freunde haben deshalb eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Damit sollen Michaela und die Kinder in der kommenden Zeit zumindest finanziell unterstützt werden.
"Jeder noch so kleine Beitrag kann helfen, die kommende Zeit etwas leichter zu machen und den Kindern ein Stück Sicherheit zu geben", schreiben die Unterstützer.
Der Spendenaufruf für die Familie wurde auch auf der Website der Marktgemeinde Straß veröffentlicht.