Am Donnerstag erklärten sich AG-Boss Gerhard Krisch und Investor Jürgen Werner nach der Trennung von Manfred Schmid. Die Trainer-Entlassung hat bei den Fans Anfang des Monats für einen Aufschrei gesorgt. Die Kluft zwischen Klub-Führung und Anhang scheint groß.
Werner räumte Fehler ein. Allerdings nur in Sachen Kommunikation. Der eingeschlagene Weg wird weitergegangen. Der heimliche Macher im Hintergrund sei "kein Feigling", wie er selbst sagt, stelle sich künftig für das Amt des Sport-Geschäftsführers zur Verfügung. Sportdirektor Manuel Ortlechner werde bleiben, sei aber keine "Marionette" von Werner, hieß es weiter.
Der "Kurier" zeigt am Donnerstag einen offenen Brief der "Sektion VIP", ein Fanclus, in dem deutlich wird, dass der Pressetermin und die Entschuldigung von Werner wohl noch lange nicht genug sind, um am Verteilerkreis rund um Weihnachten wieder für Ruhe zu sorgen. Darin wird hart kritisiert, dass die Schmid-Trennung unmittelbar vor "dem rabenschwarzen Tag" des 5. Dezember noch in Kuratoriumssitzung und Generalversammlung abgestritten worden sei - "überraschend", "enttäuschend".
Zudem vermissen die Fans "triftige Gründe und handfeste Argumente". Schmid wurde mit dem Verweis auf unterschiedliche Auffassungen über den Spielstil vor die Tür gesetzt. Im Brief orten die Fans hingegen einen Stil abseits des Rasens, der mit den Worten "Geheimnistuerei über Protokolle", "mangelnde Aufklärung über Gründe des finanziellen Fiaskos", "permanentes Zittern um Lizenz" und die "stetige Veränderung in der Zusammensetzung des AG-Aufsichtsrates" kritisiert wird.
Die Mitglieder hätten ihrem Ärger schon bei der letzten Präsidentschaftswahl Luft verschafft, indem der amtierende Boss mit nur 66 Prozent der Stimmen der ordentlichen Mitglieder bestätigt worden sei. Darüber hinaus sei der Vorschlag für den Verwaltungsrat mit 34 Pro- und 80 Contra-Stimmen abgelehnt worden. "Die Stimmung unter den Mitgliedern wurde in keiner Weise berücksichtigt, der abgewählte Verwaltungsrat ist nach wie vor im Amt und scheint auch die neue Trainerbestellung mitzutragen", heißt es im Brief weiter.
Die "Sektion VIP" fordert alle Beteiligten auf, Erklärungen zu liefern.