Fast stündlich 22 Anzeigen wegen Corona in Österreich

Die Wiener Polizei bei Schwerpunktkontrollen am Donaukanal.
Die Wiener Polizei bei Schwerpunktkontrollen am Donaukanal.HANS KLAUS TECHT / APA / picturedesk.com
Seit Mitte November gibt es in Österreich im Schnitt 519 Corona-Strafen täglich. Alleine am Wochenende setzte es fast 1.600 Anzeigen und Organmandate.

Ob illegale Corona-Party, Demos ohne Masken oder auch nur der Spaziergang ohne Sicherheitsabstand – die Zahl der Coronastrafen steigt. Wie "Heute" analysierte, wurden seit 17. November im Land insgesamt 53.980 Anzeigen nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz gelegt sowie Organmandate ebenfalls nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz, aber auch nach dem Epidemiegesetz 1950 ausgestellt. Das bedeutet rund 519 Strafen täglich – oder fast 22 in der Stunde.

In der Statistik zeigt sich aber auch im zeitlichen Verlauf eine starke Zunahme der Anzeigen und Organmandate. Waren es Mitte November noch täglich 200 bis 300 Strafen, ist zuerst Mitte Dezember ein Abfall auf unter 200 Strafen erkennbar, bevor die Zahl deutlich nach oben schießt und sich bei über 500 einpendelt. Ausreißer sind mit vierstelligen Strafen die Wochenenden seit dem 23. Jänner 2021 – auch wegen den Corona-Demonstrationen mit zahlreichen Verstößen.

Wien kassiert die meisten Strafen

Strafen-führende Stadt ist mit 16.855 die Bundeshauptstadt Wien. Dahinter folgt Oberösterreich mit 9.760 Strafen, die Steiermark mit 6.851 Strafen, Tirol mit 6.085 Strafen, Niederösterreich mit 5.074 Strafen, Kärnten mit 4.154 Strafen, Salzburg mit 2.338 Strafen und Vorarlberg mit 1.494 Strafen. Österreich-weites Schlusslicht ist das Burgenland mit 1.369 Anzeigen und Organmandaten. Insgesamt ausgestellt wurden 41.653 Anzeigen sowie 12.327 Organmandate.

Wie vielfältig die Verstöße sind, zeigt eine Einsatzmeldung des Innenministeriums vom aktuellen Wochenende: In Tirol flog eine Garagenparty auf und zog 72 Anzeigen für die Feiernden nach sich, in Salzburg schmissen Jugendliche in einem Keller eine Party und kassierten 15 Anzeigen und in Wien folgten elf Anzeigen auf ein Massentreffen in einem Studentenheim. Aber auch auf der Straße im Freien setzt die Polizei auf Schwerpunktkontrollen und straft bei Verstößen etwa gegen die Abstandsregeln.

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