FBI prüft Veröffentlichung geheimer Dokumente zu 9/11

Die US-Behörden wollen die Veröffentlichung bislang geheim gehaltener Dokumente zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 prüfen.

Die US-Behörden wollen die Veröffentlichung bislang geheim gehaltener Dokumente zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 prüfen. Angehörige der Opfer reagierten auf die Ankündigung am Montag skeptisch. Derweil bereiten sich die USA auf den 20. Jahrestag der Anschläge vor.

Dokumente prüfen

Wie das FBI am Montag in einem Schreiben an den US-Staatsanwalt für den südlichen Bezirk von New York mitteilte, wolle es bislang geheime Dokumente prüfen, um "zusätzliche zur Veröffentlichung geeignete Informationen" zu finden. Diese sollten "fortlaufend und so schnell wie möglich" offen gelegt werden.

Die Ankündigung des FBI kommt vor dem Hintergrund eines seit Jahren andauernden Rechtsstreits, den Hinterbliebene von Opfern der Terroranschläge gegen Saudi-Arabien und andere Staaten führen. Über die Jahre hatten sich verschiedenen US-Regierungen auf das Staatsgeheimnis berufen, um einige Dokumente nicht veröffentlichen zu müssen.

Biden für "Höchstmaß an Transparenz"

Der aktuelle Präsident Joe Biden hatte jedoch erklärt, er begrüße das FBI-Schreiben. Seine Regierung sei bestrebt, ein "Höchstmaß an Transparenz im Rahmen des Gesetzes zu gewährleisten".

20. Jahrestag der Anschläge

Die USA bereiten sich derzeit auf den 20. Jahrestag der Anschläge vor, bei denen rund 3.000 Menschen getötet wurden. An einer Trauerfeier in New York sollte auch Biden teilnehmen. Angehörige einiger Opfer hatten in einem Brief jedoch jüngst erklärt, dass Biden nicht willkommen sei, solange er seine "Verpflichtung" nicht erfüllt. 

 Sie vermuten, dass die Regierung Ermittlungsergebnisse zurückhält, die die Terroranschläge mit Saudi-Arabien in Verbindung bringen.

Angehörige der Opfer reagierten auf die Ankündigung des FBI am Montag skeptisch: "Leider haben wir schon viele leere Versprechungen gehört", sagte Brett Eagleson, der Sohn eines Opfers. Die Behörden könnten die Dokumente auch "sofort" freigeben, forderte er.

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