Nur eine Medaille bei Olympia

"Fehlbesetzung" – ÖSV-Cheftrainer Pfeifer angezählt

Die Kritik an ÖSV-Cheftrainer Marko Pfeifer wird lauter, intern wächst der Unmut über Planung und Entscheidungen.
Sport Heute
14.02.2026, 12:03
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Im ÖSV-Herrenlager herrscht dicke Luft – und das gewaltig. Nach drei Rennen bei den Olympischen Spielen steht bisher lediglich eine Medaille durch Kriechmayr/Feller in der Team-Kombination zu Buche. Hinter vorgehaltener Hand wird Cheftrainer Marko Pfeifer von mehreren Athleten bereits als Fehlbesetzung bezeichnet. Schon vor der Anreise nach Italien soll der 47-Jährige viel Kredit verspielt haben.

Kritik gibt es unter anderem an seiner Planung vor den Spielen. Statt die Speed-Gruppe beim Weltcup in Crans-Montana zu betreuen, reiste Pfeifer mit Vincent Kriechmayr, Raphael Haaser und Marco Schwarz ins Olympia-Vorbereitungscamp nach Saalbach. Intern wird zudem bemängelt, dass der Chefcoach auch im Hinblick auf die kommende WM in Crans-Montana Präsenz hätte zeigen sollen.

Besonders heikel ist jedoch der Fall Marco Schwarz. Der Kärntner wollte vor dem Olympia-Super-G unbedingt die Abfahrtstrainings auf der Stelvio bestreiten. Doch daraus wurde nichts – weil offenbar übersehen wurde, dass ein Athlet nur dann bei der Olympia-Abfahrt starten darf, wenn er innerhalb von zwei Jahren zumindest eine FIS-, Europa- oder Weltcup-Abfahrt absolviert hat. Schwarz konnte nach seiner schweren Knieverletzung im Dezember 2023 keinen entsprechenden Einsatz vorweisen.

Pfeifer versuchte die Situation herunterzuspielen und argumentierte, Schwarz könne sich in Österreich besser vorbereiten als bei unsicherer Wetterlage in Bormio. Tatsächlich blieb das befürchtete Schlechtwetter aber aus. Als Schwarz im Olympia-Super-G nur Rang 14 belegte, fand er klare Worte: "Mir hat vor diesem Rennen das Abfahrtstraining auf der Stelvio gefehlt." Eine deutliche Botschaft – wohl auch in Richtung Trainerteam.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 14.02.2026, 16:31, 14.02.2026, 12:03
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