Streif-Schock beim zweiten Training für die legendäre Abfahrt am Samstag!
Die berüchtigte Abfahrt in Kitzbühel fordert auch heuer wieder ihren Tribut. Ken Caillot, 27 Jahre alt, kam kurz vor der gefürchteten Mausefalle zu Sturz. Dabei wurde er brutal durch die Luft geschleudert, er blieb zunächst regungslos im Schnee liegen.
Caillot verlor vor der Schlüsselstelle die Kontrolle über seine Skier, rutschte bei der Mausefalle am Tor und nur knapp an einer Gruppe von Trainern vorbei – und hob dann meterhoch ab.
Ein französischer Journalist berichtet auf X, dass Caillot zumindest bei Bewusstsein ist. Ob er eine Gehirnerschütterung oder weitere Verletzungen davongetragen hat, ist noch nicht bestätigt. Der Franzose wurde mit dem Helikopter abtransportiert. Die genaue Diagnose steht noch aus.
Die Mausefalle gilt als eine der gefährlichsten Passagen der legendären Kitzbüheler Strecke. Schon wenige Meter nach dem Start rasen die Läufer mit rund 100 km/h auf den berüchtigten Sprung zu, der sie bis zu 40 Meter weit fliegen lässt. Das Gelände fällt hier mit unglaublichen 85 Prozent Gefälle ab.
Caillot hat im Weltcup bisher noch keine Punkte gesammelt. Zwölf Mal ist er schon im Weltcup an den Start gegangen, sein bestes Ergebnis war ein 32. Platz in Kvitfjell 2024. Im Europacup liegt er aktuell gemeinsam mit dem Schweizer Sandro Manser an der Spitze der Abfahrtswertung.
Wie schon beim Lauberhornrennen in der Schweiz zählt Giovanni Franzoni auch in Kitzbühel zu den heißesten Anwärtern auf einen Spitzenplatz. Im zweiten Training auf der Streif war er wieder der Schnellste: Mit einer Zeit von 1:52.21 Minuten ließ der Italiener Nils Alphand um 0,09 Sekunden hinter sich. Bester Österreicher war Stefan Babinsky als Dritter.