Groß gefeiert, teuer gebaut – und jetzt schon der erste Rückzug: Am "Marktraum" am Wiener Naschmarkt steht nach nicht einmal zwei Monaten der erste Stand leer. Für die FPÖ ist klar: Das rot-pinke Prestigeprojekt der Stadt Wien entpuppt sich schneller als gedacht als "Millionengrab".
"Wir haben es von Anfang an gesagt – dieser Marktraum ist ein teurer Alptraum", so FPÖ-Bezirksparteiobmann LAbg. Leo Lugner und FPÖ-Klubobmann Lukas Korp. Die Freiheitlichen sehen sich bestätigt: Ein ideologisch aufgeladenes Konzept, geplant an der Realität vorbei, scheitert im echten Wirtschaftsleben.
Konkret trifft es die Käsemanufaktur Fratelli Valentino. Der Italo-Käse-Stand wirft das Handtuch. "Wenn selbst motivierte Standler nach so kurzer Zeit aussteigen, dann sagt das alles", so Lugner. "Die rot-pinke Wunschwelt prallt hier frontal auf die wirtschaftliche Realität."
Auch Lukas Korp spart nicht mit Kritik: "Das ist erst der Anfang. Am Ende bleibt hier eine abgeranzte Halle, in der Millionen an Steuergeld versenkt wurden – ein weiteres Prestige-Denkmal für Stadträtin Uli Sima, bezahlt von den Wienerinnen und Wienern."
Der Naschmarkt funktionierte jahrzehntelang mit gewachsenen Strukturen. Genau diese würden nun mutwillig zerstört, so die FPÖ. Statt die bestehenden Betriebe zu stärken, setze die Stadt auf Bürokratie, teure Umbauten und ideologische Experimente. Leidtragende seien Standler und Kunden gleichermaßen.