Sie bekommt Morddrohungen

Collien Fernandes: Angst vor einer "Kugel in den Kopf"

Nach einem Teilerfolg vor Gericht erhebt Collien Fernandes schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen.
Heute Entertainment
30.06.2026, 14:26
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Das Oberlandesgericht Hamburg hatte kürzlich einige Passagen eines Spiegel-Artikels für unzulässig erklärt. Darin wurde der Eindruck erweckt, Ulmen habe Deepfake-Videos seiner Ex-Frau hergestellt und verbreitet.

Für Fernandes ändert das jedoch nichts am Kern der Sache. "Fakt ist: Das, was passiert ist, ist passiert", erklärte die 44-Jährige in einem Gespräch mit dem Tagesspiegel im Deutschen Theater in Berlin.

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Wie tag24.de berichtet, kritisiert sie, dass einzelne Nebenaspekte bestritten werden, um ihre gesamte Darstellung infrage zu stellen. Dies sei eine gezielte "Täterstrategie".

Morddrohungen gegen die Schauspielerin

Die Konsequenzen sind für Fernandes sehr real. "Es sollte auch bei ihm angekommen sein, dass ich Morddrohungen bekomme", sagte sie. Die Infragestellung ihrer Aussagen führe dazu, dass sich der Hass gegen sie weiter verstärke.

"Was ist denn, wenn mir irgendwann so ein Christian-Ulmen-Ultra eine Kugel in den Kopf jagt?" Diese Eskalation nehme man aus ihrer Sicht bewusst in Kauf.

Vorwürfe der digitalen Gewalt

Inhaltlich erneuerte die Schauspielerin ihre Vorwürfe: Ulmen habe täuschend echte Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber sexualisierte Inhalte verbreitet. Zudem wird ein Vorfall aus dem Jahr 2023 untersucht, bei dem es um körperliche Gewalt geht.

Ulmen weist die Vorwürfe zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat mittlerweile ein Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs der Körperverletzung eingeleitet.

Fernandes fordert politische Konsequenzen

Über den Einzelfall hinaus sieht die 44-Jährige ein strukturelles Problem. Digitale Gewalt sei juristisch unzureichend erfasst. Ihr Engagement richtet sich auf eine "nationale Strategie gegen männliche und digitale Gewalt".

Ihr Fazit: "Wir müssen ein neues Selbstverständnis erlernen, dass nicht das Opfer die Familie zerstört, sondern der Täter."

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