Der italienische Sportwagenbauer Ferrari hat sein erstes rein elektrisches Modell präsentiert. Der "Luce" - italienisch für Licht - ist ein ungewöhnliches Fahrzeug für die Luxusmarke: Das Auto bietet vier vollwertige Sitzplätze und kostet rund 550.000 Euro.
Das Design stammt unter anderem von Jony Ive, dem früheren Apple-Chefdesigner. Doch an der Börse kam die Neuheit nicht gut an. Nach der Vorstellung sackte die Ferrari-Aktie um rund sechs Prozent ab.
Wie macwelt.de berichtet, ist es selten geworden, dass ein neues Produkt mit seinem Design so stark überrascht. Solche Momente habe man früher bei Apple erlebt - etwa bei der Vorstellung des iPhones. Nun erlebe man sie bei Ferrari.
Die Reaktionen in den sozialen Medien fielen überwiegend negativ aus. Viele Kommentatoren verglichen das Design mit einem Toyota Prius oder Nissan Leaf. Für Ferrari-Fans sieht der Luce schlicht nicht wie ein klassischer Ferrari aus - zu glatt, zu futuristisch.
Der Innenraum setzt auf viel Aluminium und Leder. Ungewöhnlich für einen modernen Sportwagen: Die Bedienung erfolgt großteils über Knöpfe und Regler statt über Touchscreens. Selbst einige Instrumente sind analog.
Technisch ist der Luce beeindruckend: Über 1.000 PS, Beschleunigung von null auf hundert in etwa 2,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 310 km/h. Rund 20 Prozent aller künftig gebauten Ferrari-Modelle sollen der Luce sein - das entspricht etwa 1.000 Stück.
Ob der Luce ein Erfolg wird, ist noch offen. Eines ist aber klar: Ferrari hat mit dem Design Mut bewiesen - mehr als Apple, das sein eigenes Auto-Projekt aufgegeben hat.