Flammenhölle in der idyllischen Gemeinde Altaussee im Bezirk Liezen in der Steiermark. Samstagabend (3.1.) schlugen gegen 22 Uhr im Ortsteil Lupitsch meterhohe Flammen aus einem Gebäude, das zwischen zwei Wohnhäusern lag. Die alarmierten Bewohner wählten sofort den Notruf – beim Eintreffen der Feuerwehren stand das Haus bereits in Vollbrand.
Die Wehren aus Lupitsch, Altaussee und Eselsbach/Unterkainisch (mit Drehleiter) waren als erste vor Ort. Aufgrund der raschen Brandausbreitung wurden weitere Kräfte nachgefordert. Insgesamt standen rund 80 Feuerwehrleute aus sieben Wehren – darunter auch Bad Aussee, Reitern, Strassen und Grundlsee – im Großeinsatz. Auch das Rote Kreuz und die Polizei waren vor Ort.
Von Innen war das Löschen wegen der Intensität des Feuers nicht mehr möglich, der Brand wurde mit mehreren Strahlrohren und über die Drehleiter von außen bekämpft – teilweise unter schwerem Atemschutz. Erschwert wurde der Einsatz durch die eisigen Temperaturen, die Schläuche, Leitungen einfrieren ließen – und den Einsatzort in eine gefährliche Rutschbahn verwandelten.
Dank einer kürzlich durchgeführten Großübung an beinahe derselben Stelle kannten sich die Einsatzkräfte bestens aus – ein Vorteil, der nun wertvoll war. Bis 1.45 Uhr konnten die Flammen unter Kontrolle gebracht werden, die Löscharbeiten dauerten aber die ganze Nacht über an. Der Dachstuhl musste abgetragen werden, um Glutnester zu löschen. Verletzt wurde niemand – der Schaden dürfte aber enorm sein. Die Polizei hat die Brandursache noch in der Nacht untersucht. Ergebnisse stehen noch aus.