Pyrotechnik war Auslöser

Nach tagelangem Großeinsatz – "Brand aus" auf Nordkette

Am Samstag brach der Waldbrand auf der Nordkette in Innsbruck aus. Nach tagelangen Löscheinsätzen konnte nun am Dienstag "Brand aus" gegeben werden.
Newsdesk Heute
30.12.2025, 18:43
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Der Waldbrand auf der Nordkette hat die Einsatzkräfte auch am Dienstag weiter gefordert: Nach einem Drohnenflug wurden am frühen Morgen erneut Glutnester entdeckt, die gelöscht werden mussten. Erst am Nachmittag konnte schließlich Entwarnung gegeben werden.

Die Löscharbeiten wurden mit Tagesanbruch fortgesetzt und dauerten zunächst weiter an. In der Nacht habe sich das Feuer aufgrund des massiven Einsatzes vom Vortag nur "unwesentlich" ausgebreitet.

"Tiefliegende Glutnester"

Bei der Brandbekämpfung waren zwei Polizeihubschrauber sowie zwei Hubschrauber des österreichischen Bundesheeres im Einsatz. Zusätzlich standen zwölf Feuerwehren aus den Bezirken Innsbruck-Stadt, Innsbruck-Land, Imst und Schwaz vor Ort. Der Brand galt zwischenzeitlich als unter Kontrolle, dennoch mussten "tieferliegende Glutnester" bekämpft werden.

Kind legte Geständnis ab

Wie "Heute" berichtete, erschien bereits am Sonntag ein 12-Jähriger gemeinsam mit seinem Vater auf der Polizeiinspektion Innsbruck-Hötting und gab an, für den Ausbruch verantwortlich zu sein. Das Kind war mit seiner Familie auf der Nordkette unterwegs und zündete dabei vereinzelt pyrotechnische Gegenstände. Im späteren Brandbereich zündete der Junge erneut einen solchen Gegenstand – kurz darauf entwickelte sich ein Wiesenbrand.

Anwesende versuchten demnach sofort zu löschen, was jedoch wegen der Trockenheit, des hohen Grasbewuchses und des steilen Geländes nicht gelang. In weiterer Folge setzte der Vater den Feuerwehrnotruf ab, die Familie entfernte sich aufgrund der starken Brand- und Rauchentwicklung vom Brandort. Verletzt wurde niemand, die Schadenshöhe ist derzeit noch nicht bekannt. Nach Abschluss der Ermittlungen wird ein Bericht an die Staatsanwaltschaft Innsbruck übermittelt.

"Brand aus" am Nachmittag

Ein neuerlicher Drohnenflug am frühen Dienstagmorgen oberhalb des Brandbereiches zeigte weiterhin mehrere Glutnester – deshalb wurden die Arbeiten fortgesetzt. Im Einsatz standen mehrere Feuerwehren sowie zwei Polizeihubschrauber. Gegen 14:00 Uhr konnte schließlich "Brand aus" gegeben werden. Aktuell laufen Aufräumarbeiten.

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