Großes Aufatmen bei den Einsatzkräften: Der verheerende Waldbrand auf der Nordkette ist laut Feuerwehr vorerst gelöscht. Ein Kontrollflug am Dienstag soll endgültige Klarheit bringen. Doch auch wenn die Flammen bekämpft sind – das juristische und finanzielle Nachspiel beginnt jetzt.
Ausgelöst wurde das Feuer durch einen 12-jährigen Buben, der bei einer Wanderung mit seiner Familie mehrfach Pyrotechnik gezündet haben soll. Laut Polizei meldete sich der Bub gemeinsam mit seinem Vater selbst bei den Behörden. Aus dem Rathaus heißt es: "Die Familie hat sich entschuldigt." Der Bub ist strafrechtlich nicht belangbar, da er unter 14 Jahre alt ist – doch das schützt nicht automatisch vor den Folgen.
Der Brand erfasste rund acht Hektar Wald, 150 Einsatzkräfte, vier Hubschrauber und Unmengen an Material waren im Einsatz. Die Kosten und Schäden werden nun ermittelt – Eigentümerin des betroffenen Gebiets ist die Stadt Innsbruck. Wer am Ende zahlt und vor allem wie hoch die Kosten sind, ist noch offen.
Wer letztlich haftet, komme laut einem Anwalt "ganz auf den Einzelfall an", so die "Krone". Möglich ist auch, dass niemand haftet – etwa wenn keine Pflichtverletzung vorliegt. Sollte doch eine Schadenersatzpflicht bestehen, könnte eine Haftpflichtversicherung helfen – aber nur, wenn diese nicht wegen grober Fahrlässigkeit aussteigt.
Parallel laufen Ermittlungen der Polizei. Im Raum steht der Verdacht auf fahrlässige Brandstiftung – etwa durch Aufsichtspersonen. Dass sich Vater und Sohn selbst gemeldet haben, könnte im Fall einer Anklage mildernd wirken.