Gars am Kamp

Feuerwehrleute mit Top-Leistungen bei Zillenbewerben

Tolle Leistungen wurden beim 68. Landeswasserdienstleistungsbewerb in Gars am Kamp geboten. Das Event ging über vier Tage.
Niederösterreich Heute
30.08.2026, 15:42
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Vier Tage lang stand Gars am Kamp (Bezirk Horn) ganz im Zeichen des Wasserdienstes. Von Donnerstag bis Sonntag verwandelte sich der Kamp in eine eindrucksvolle Bühne für Niederösterreichs Zillenfahrerinnen und Zillenfahrer. Beim 68. NÖ Landeswasserdienstleistungsbewerb zeigten die Feuerwehrmitglieder einmal mehr, wie viel Kraft, Ausdauer, Geschicklichkeit und Präzision für den sicheren Umgang mit der Zille notwendig sind. Der Bewerb fand von 27. bis 30. August 2026 statt.

Für die Durchführung sorgte das Organisationsteam der Freiwilligen Feuerwehren Gars am Kamp und Thunau, das unter der Führung von Feuerwehrkommandant Rene Gigl und Gottfried Wögenstein-Jaglitsch einen sensationellen Bewerb auf die Beine stellte. Auch die äußeren Bedingungen hätten kaum besser sein können: strahlender Himmel, Temperaturen um die 30 Grad und eine perfekt vorbereitete Bewerbsstrecke am Kamp boten ideale Voraussetzungen für großartige Leistungen auf dem Wasser.

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Doch auch unter diesen perfekten Bedingungen verlangte die Strecke den Teilnehmerinnen und Teilnehmern alles ab. Der Kamp führte kaum bis keine Strömung – was den Bewerb keineswegs leichter machte. Ganz im Gegenteil: Wo die Unterstützung durch die Strömung fehlte, musste jeder Meter mit eigener Muskelkraft erarbeitet werden. Vor allem beim Rudern machte sich das deutlich bemerkbar und verlangte den Zillenbesatzungen enorme Kraft und Ausdauer ab.

Technische Herausforderungen

Dazu kamen die technischen Herausforderungen der Bewerbsstrecke: Hindernisse und Zillengassen präzise meistern, die rund 200 kg und 7 Meter lange Holzzille sicher manövrieren und dabei möglichst keine wertvollen Sekunden verlieren. Hier zeigte sich, wer Technik, Kraft und Konzentration optimal miteinander verbinden konnte. Hinter den Leistungen stehen unzählige Trainingsstunden und viel Erfahrung im Wasserdienst.

Gold als besondere Herausforderung

Bereits am Donnerstag stand mit dem 51. Bewerb um das Wasserdienstleistungsabzeichen in Gold eine der anspruchsvollsten Prüfungen im niederösterreichischen Wasserdienst auf dem Programm. Anders als bei den klassischen Zillenbewerben zählt hier nicht nur die Leistung auf dem Wasser: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen ihr umfassendes Können und Fachwissen unter Beweis stellen.

Dietmar Fahrafellner lobte die Leistungen
Matthias Fischer / www.fotomeister.at

Den Sieg in der Wertung Allgemein holte sich David Lastonersky von der Feuerwehr Trasdorf. Mit 221,14 Punkten setzte er sich an die Spitze des Teilnehmerfeldes und sicherte sich damit den ersten Platz vor Christoph Rafetseder aus Zeillern mit 218,12 Punkten und Gerald Ruthner aus Stefanshart mit 216,13 Punkten.

Starke Leistungen auf dem Kamp

Besonders stark präsentierten sich in den klassischen Bronze- und Silberbewerben mehrere Mannschaften. Bernhard Ederer und Mario Kaltenecker von der Feuerwehr Albrechtsberg entschieden sowohl Bronze als auch Silber ohne Alterspunkte für sich. In Bronze benötigten sie 6:28,12 Minuten, in Silber 6:33,61 Minuten. Bei den Damen siegten in Bronze Bettina Schovanec und Bernadette Supperer aus Mauternbach, während Veronika Mörth und Doris Wabra aus Laa an der Thaya die Silberwertung gewannen.

Einen viel umjubelten Erfolg gab es für den Bezirk Horn in Silber mit Alterspunkten: Andreas Albrecht und Patrik Müller aus Altenburg setzten sich mit einer Zeit von 6:22,79 Minuten an die Spitze.

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Auch in der Meisterklasse waren die Leistungen beeindruckend. Bei den Frauen gewannen Brigitta Bruckner und Alexandra Reiter aus Melk mit 7:30,35 Minuten. In der Meisterklasse ohne Alterspunkte siegten Matthias Fügerl und Markus Mayer aus Dürnstein in 6:16,01 Minuten. Die Meisterklasse mit Alterspunkten entschieden Rainer Landman und Otto Zehetbauer aus Wildungsmauer mit einer Zeit von 6:07,20 Minuten für sich.

Sekunden entscheiden im Zillen-Einer

Für besondere Spannung sorgten traditionell die Zillen-Einer. Die schnellste Zeit gelang Gerhard Ebner aus Mautern: Er gewann den Zillen-Einer Allgemein mit Alterspunkten in starken 5:12,46 Minuten. In der allgemeinen Klasse setzte sich Jürgen Schönsgibl aus Palt mit 5:26,26 Minuten durch.

Bei den Damen gewann Veronika Mörth aus Laa an der Thaya die allgemeine Wertung in 7:13,44 Minuten. Die Meisterklasse der Frauen entschied Kerstin Wimmer aus Krems an der Donau mit 6:38,55 Minuten für sich. In der Meisterklasse mit Alterspunkten ging der Sieg an Lisbeth Langsteiner aus Paudorf, die nach 6:22,69 Minuten das Ziel erreichte.

Die Feuerwehr organisierte ein Top-Event in NÖ
Matthias Fischer / www.fotomeister.at

In der Zillen-Einer-Meisterklasse bestätigte Ulrich Schultes von der Feuerwehr Klosterneuburg einmal mehr seine Klasse. Mit 5:14,36 Minuten holte er den Sieg vor Jakob Frank aus Erla und David Lastonersky aus Trasdorf. Die Meisterwertung mit Alterspunkten gewann Otto Zehetbauer aus Wildungsmauer in 5:13,48 Minuten.

Bei der feierlichen Siegerehrung am heutigen Sonntag fanden die intensiven Bewerbstage ihren würdigen Abschluss. Landesfeuerwehrkommandant LBD Dietmar Fahrafellner und LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf überreichten die Trophäen an die schnellen Feuerwehr-Wassersportler und gratulierten zu den hervorragenden Leistungen auf dem Kamp.

Lob vom Landesfeuerwehrkommandanten

Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner hob dabei insbesondere die Bedeutung des Wasserdienstes für die Feuerwehren hervor: "Was unsere Feuerwehrmitglieder hier in Gars am Kamp gezeigt haben, verdient höchsten Respekt. Hinter diesen Leistungen stehen unzählige Trainingsstunden, Kraft, Ausdauer und vor allem viel Können im Umgang mit der Zille. Genau diese Fähigkeiten sind es, die unsere Einsatzkräfte auch im Ernstfall benötigen. Mein Dank gilt ebenso den Feuerwehren Gars am Kamp und Thunau sowie allen Helferinnen und Helfern, die für hervorragende Bedingungen und einen großartigen Landesbewerb gesorgt haben."

Auch LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf würdigte die Leistungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Arbeit der Feuerwehren: "Der Wasserdienst hat in Niederösterreich einen ganz besonderen Stellenwert. Gerade die Hochwasserereignisse haben uns immer wieder vor Augen geführt, wie wichtig hervorragend ausgebildete Feuerwehrmitglieder auf und an unseren Gewässern sind. Die Leistungen bei diesem Landesbewerb zeigen eindrucksvoll, mit welchem Engagement und welcher Professionalität unsere Feuerwehren trainieren. Dazu gratuliere ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr herzlich."

Gelungene Premiere für den neuen Bewerbsleiter

In besonderer Erinnerung werden die Tage in Gars am Kamp auch Bewerbsleiter Paul Schulmeister bleiben. Für ihn war es der erste LWDLB in seiner neuen Funktion als Bewerbsleiter. Entsprechend herausfordernd waren die vergangenen Tage – schließlich galt es, zahlreiche Abläufe zu koordinieren und gemeinsam mit dem Organisationsteam für einen reibungslosen Bewerbsbetrieb zu sorgen.

Am Ende konnte Schulmeister auf eine mehr als gelungene Premiere zurückblicken. Trotz aller Herausforderungen verlief der Bewerb wie am Schnürchen. Das Zusammenspiel zwischen Bewerbsleitung, Bewerterteam und den beiden veranstaltenden Feuerwehren Gars am Kamp und Thunau funktionierte hervorragend und sorgte dafür, dass sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer voll und ganz auf ihre Leistungen auf dem Wasser konzentrieren konnten.

Der Landeswasserdienstleistungsbewerb in Gars am Kamp zeigte damit einmal mehr, auf welch hohem Niveau der Wasserdienst in Niederösterreich betrieben wird. Gleichzeitig sorgten die beiden veranstaltenden Feuerwehren Gars am Kamp und Thunau gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern für ausgezeichnete Rahmenbedingungen und einen Landesbewerb, der Teilnehmern wie Besuchern in bester Erinnerung bleiben wird.

{title && {title} } red, {title && {title} } 30.08.2026, 15:42