Salzburg

Feuerwehrmann rettet Kameraden aus reißender Flut

Ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr rettete in seiner Freizeit einen Kameraden, der in die Rauriser Arche gestürzt war.
Leo Stempfl
07.08.2023, 09:14
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Die Feuerwehr Rauris im Salzburger Pinzgau musste am Samstagabend zu einer Menschenrettung aus der reißenden Rauriser Arche ausrücken. Beim Eintreffen wurde allerdings klar: Die in Not geratene Person konnte bereits gerettet werden – und das ausgerechnet von einem Kollegen, der nicht lange zögerte und in die Fluten hinterhersprang.

Gegenüber den "Salzburger Nachrichten" schilderte dieser die bangen Momente. Es handelt sich um den 36-Jährigen Christian Palfinger, von Beruf Lkw-Fahrer und gelernter Koch und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Am Samstag war er mit einem 23-Jährigen Kameraden privat unterwegs, als dieser plötzlich über einen Holzzaun hinweg rund drei Meter tief in den zum Strom angeschwollenen Bach stürzte. Vermutlich gab der wackelige Zaun nach.

Brenzlige Rettung

"Ich habe nur noch schnell mein Handy und meine Geldtasche auf die Seite gelegt. Dann bin ich hinterher, ohne groß darüber nachzudenken", schildert er den "SN". Christian vermutet, dass der 23-Jährige mit dem Kopf auf einen Felsen prallte. Erst nach einem guten Stück im Wasser bekam er einen Ast zu greifen und konnte seinen Kameraden und sich so ans Ufer ziehen.

Aufgrund der lebensgefährlichen Situation wurde sofort ein Großeinsatz ausgelöst, neben der örtlichen Feuerwehr kam auch jene aus Zell am See, mehrere Polizeistreifen und die Wasserrettungen aus Gastein und Pongau-West. Der junge Mann kam mit einer Kopfverletzungen ins Krankenhaus, sei mittlerweile wieder wohl auf. Die Polizei ermittelt.

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