Vor dem Kracher zwischen Mexiko und England im Azteca-Stadion griffen die Fans des Co-Gastgebers zu einem alten Fußball-Trick. In der Nacht vor dem Achtelfinale versammelten sie sich nahe dem Teamhotel der "Three Lions" – mit Feuerwerk, Megafonen, Trommeln und sogar einer ganzen Band.
Eigentlich sollte der Aufenthaltsort der Engländer geheim bleiben. Doch das JW Marriott in Santa Fe wurde öffentlich bekannt. Daraufhin rückten mexikanische Fans aus – und das in riesiger Anzahl – um die Vorbereitung der Engländer zu stören.
Die Polizei war allerdings vorbereitet. Einsatzkräfte mit Schutzschilden riegelten die Zugänge ab, Straßen rund um das Hotel wurden gesperrt. Davon ließ sich die mexikanische Krawall-Menge aber nicht abhalten. Weil sie nicht direkt zum Hotel kamen, verlagerten sie ihre Aktion auf eine Brücke in der Nähe. Dort wurde gehupt, getrommelt, musiziert und Feuerwerk gezündet.
Wie englische Medien berichteten, soll die Aktion kaum Auswirkungen auf die Spieler haben. Ob das jedoch Wunschdenken oder die Realität ist, bleibt abzuwarten. Brisant: Schon Ecuador hatte sich nach dem Duell mit Mexiko offiziell beschwert, weil Fans auch dort mit nächtlichem Lärm für eine schlaflose Nacht gesorgt haben sollen.