FIFA 21 glänzt mit Details, Altbewährtes bleibt gleich

Das Warten hat ein Ende: FIFA 21 ist da! Wir haben den brandneuen Titel für euch getestet und die wichtigsten Neuerungen dokumentiert.

Der Ball rollt! Wer für die Ultimate oder Champions Edition einen Aufpreis in Kauf nimmt, kann ab dem 6. Oktober FIFA 21 zocken. Der Release für die Standardversion erfolgt drei Tage später. Wir haben die neueste Ausgabe des Platzhirschen unter den Fußball-Simulationen unter die Lupe genommen.

Sanfte Landung

Der erste Eindruck: Wer leidenschaftlich FIFA spielt, wird sich auf Anhieb wohlfühlen. Wer mit vielen Neuerungen oder gar einer Revolution des virtuellen Kicks gerechnet hat, wird hingegen enttäuscht.

Vom Menü bis zu den Spielmodi, von der Präsentation bis zum Gameplay – vieles erinnert an den Vorgänger, FIFA 20. Damit war zu rechnen. Coronabeschränkungen, Homeoffice und die erschwerte Wirtschaftslage gehen auch an den führenden Spieleherstellern nicht spurlos vorrüber. Eine Generalsanierung war aber auch gar nicht nötig.

Schlauere Gegner

EA Sports konzentrierte sich auf die Verbesserung von Details. Das Gameplay scheint in vielen Situationen dem Vorgänger zu gleichen. Bis man sich dem Strafraum annähert. Dort wird vieles anders. Waren Flanken in FIFA 20 oft vergebene Liebesmüh, finden sie jetzt deutlich verlässlicher die Stirn des Mitspielers. Der harte Flachschuss ins Eck wurde hingegen entschärft. Damit haben die Hersteller auf die Kritik der Spielerbase gehört.

Und: Mittels "Kreativer Lauf" können Computer-Mitspieler jetzt manuell in freie Räume geschickt werden. Das eröffnet neue Möglichkeiten, fördert die Kreativität. Das neue Tool benötigt aber Übung. Zumindest in den ersten Spielstunden wirkten diese Spielzüge nicht übermächtig im direkten Duell mit menschlichen Gegnern.

Apropos: Neues gibt es auch in Sachen K.I. EA hat sich in dieser Rubrik etwas Besonderes einfallen lassen. Spielt man auf den Schwierigkeitsstufen Legende oder Ultimate, die höchsten, kann man den Computer den Spielstil von führenden FIFA-Zockern imitieren lassen. Das sorgt vor allem für Fans des Karrieremodus für Abwechslung. Die K.I. sollte so auf Dauer eine schwierigere Herausforderung darstellen als auf älteren Titeln.

Karrieremodus mit mehr Pep

Das Stichwort ist schon gefallen: der Karrieremodus. Hier sind wohl die meisten Neuerungen zu finden. Über viele Jahre wurde der beliebte Modus links liegen gelassen. Jetzt wurden die Gebete – oder vielmehr die Beschwerden in diversen Fanforen – erhört. Es tut sich endlich was.

Die interaktive Matchsimulation ist ein bahnbrechendes Tool. Hat man in FIFA 20 ein Spiel simuliert, wurde man nach wenigen Augenblicken mit einem Endergebnis konfrontiert. Nun bieten sich euch vielerlei Möglichkeiten, ins laufende Match einzugreifen. Ihr könnt das Mittels Auswechslungen oder Systemumstellungen machen, ihr könnt aber auch selber zum Controller greifen und eurer Mannschaft zeigen, wie man es besser macht. Das sorgt im Laufe einer Karriere für Abwechslung. Nicht jeder möchte jedes einzelne Saisonspiel seiner Mannschaft selber zocken. Das Simulieren macht jetzt deutlich mehr Spaß als in der Vergangenheit.

Auch cool: Spieler können jetzt umgeschult werden. Wer kennt das Problem nicht? Der Jugendspieler ist ein schneller Flügel, die Superstars verbauen ihm im Profikader auf dieser Position aber die Zukunft. Jetzt kann man den flinken Youngster ganz einfach zum Außenverteidiger umfunktionieren. 

Fingerspitzengefühl ist künftig in der Trainingssteuerung gefragt. Während einer englischen Woche lohnt es sich, einen Gang zurück zu schalten. In lockereren Phasen kann man sein Team dafür durchaus fordern, um die Matchfitness hochzuhalten.

Der Transfermarkt präsentiert sich auf den ersten Blick ähnlich wie in den Vorjahren. Neu: es gibt jetzt Leihen mit Kaufoption, was speziell bei neuen Speichern mit kleineren Klubs durchaus interessant ist.

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