"Fifa"-Entwickler verkauft illegal Spielerkarten

"FIFA 21" erschien im vergangenen Herbst.
"FIFA 21" erschien im vergangenen Herbst.Electronic Arts
Ein Angestellter beim "Fifa"-Entwickler EA soll für horrende Preise sogenannte FUT-Karten verkauft haben.

Wer gewisse Dinge in zufallsbestimmten Lootboxen will, der hat nur zwei Möglichkeiten. Entweder man hat reichlich Glück oder ein dickes Portemonnaie. Letzteres verzweigt sich aber ebenfalls in eine weitere, etwas illegalere Alternative. Wieso so viele Überraschungseier kaufen, bis das gewünschte Spielzeug drin ist, wenn man es auf dem Schwarzmarkt erwerben kann?

Normalerweise ist eine solche Alternative – wenn überhaupt – nur mit großen Umwegen möglich. In "Fifa 21" wurde ein solcher Schwarzhandel aber nun publik. Möglich war das laut der "Fifa"-Community durch einen Mitarbeiter beim Entwickler EA Sports. Dieser Angestellte soll für tausende Euro Spielerkarten verkauft haben.

Bekannt wurde der Fall durch Screenshots auf Twitter und Reddit. In diesen ist zu sehen, wie jemand diese Spielerkarten nur mit der Playstation-ID dem Konto hinzufügen kann – gegen entsprechender Bezahlung. Durch den Hashtag #EAGate verbreiteten sich die Screenshots rasant durch den Kurznachrichtendienst.

EA untersucht den Fall

Kurzes Recap für die "Fifa"-Neulinge oder Nicht-Kenner: In "Fifa 21" ist es im Ultimate-Team-Modus möglich Packungen mit Spielerkarten zu kaufen. Diese sind zufallsbasiert, daher die Anlehnung an Lootboxen. Je seltener die Spielerkarten, umso besser die Figur auf dem Spielfeld. Eine Mechanik, mit der man sich mit Geld also Vorteile verschafft (auch Pay-to-win genannt).

Umso begehrter sind also die seltenen Spielerkarten wie Ronaldo, welche zu den Besten im Spiel gehören. Der EA-Mitarbeiter habe laut den Screenshots für solche Karten bis zu 2.000 Euro verlangt.

In einem Tweet hat EA Sports sich dem Fall angenommen und teilt mit: "Wir werden eine sorgfältige Untersuchung durchführen und entsprechende Maßnahmen einleiten. Diese Art von Verhalten ist unakzeptabel und führt zu unfairen Wettbewerbsverhältnissen."

Ob an den Wettbewerbsverhältnissen dadurch nun wirklich gerüttelt wird, ist fragwürdig. Denn schlussendlich ist das offizielle System immer noch ein Glücksspiel mit Lootboxen. Eines ist jedoch sicher, durch den Schwarzhandel geht EA Geld verloren und das wird der Entwickler nicht einfach hinnehmen.

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