Wer jetzt eine Wanderung im Wald unternimmt, kann es schon ahnen: Es wird ein guter Pilz-Herbst. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch die Schwammerlsucher schon gezielt auf die Pirsch gehen. Zu erkennen ist das etwa an einem Anstieg von Anrufen bei Giftnotrufzentralen mit Verdacht auf Pilzvergiftungen.
Doch wer sich beim Pilzesuchen auf Smartphone-Apps zur Bestimmung verlässt, spielt grob fahrlässig mit der eigenen Gesundheit. Allein in Österreich gibt es über 12.000 Pilzarten, wovon nur rund 100 Arten als genießbar gelten. Der große Rest ist ungenießbar - und 12 Arten gelten sogar als tödlich giftig.
Wie es auf 24garten.de heißt, warnt die Deutsche Gesellschaft für Mykologie eindringlich: Fotos allein reichen für eine sichere Bestimmung nicht aus. Auch Geruch und Festigkeit der Pilze spielen eine wichtige Rolle. Selbst erfahrene Sammler können giftige und ungiftige Exemplare oft nur schwer unterscheiden.
Viel häufiger als durch Giftpilze kommt es durch verdorbene Pilze zu Vergiftungen. Wegen ihres hohen Wasseranteils sind Pilze nicht lange haltbar. Diese Tipps helfen dir:
Sammle Pilze luftig in Körben, nicht in Plastiktüten. Lagere sie höchstens wenige Tage im Kühlschrank. Iss nur saubere, einwandfreie Pilze ohne Schimmel. Die meisten Pilze müssen vor dem Verzehr mindestens 15 Minuten bei 70 Grad erhitzt werden.
Wer nach einer Pilzmahlzeit unter Übelkeit, Bauchschmerzen oder Erbrechen leidet, sollte sich umgehend an den regionalen Giftnotruf wenden – oder in schweren Fällen den Rettungsdienst unter 144 rufen. Wer kein Profi ist und auf Nummer sicher gehen will, kauft Speisepilze besser im Handel.