Fitnesscenter-Chef fordert Solidarität von Skifahrern

Fitnessstudio-Betreiber Karl Macho in seinem leeren Studio in Mariahilf.
Fitnessstudio-Betreiber Karl Macho in seinem leeren Studio in Mariahilf.Denise Auer
Dichtes Gedränge vor den Skiliften, aber Sportstudios müssen geschlossen bleiben: Ein Fitnessstudio-Betreiber kritisiert die Ungleichbehandlung.

Diese Bilder sind die vergangenen Wochenenden um die Welt gegangen: Menschenmassen im Ski-Outfit stehen dicht gedrängt vor den Eingängen. Manche Skigebiete waren völlig überlastet, teilweise kam der Verkehr auf den Straßen völlig zum Erliegen.

Im Fitnessstudio ISC Gym von Karl Macho herrscht hingegen gähnende Leere. Während Skigebiete öffnen dürfen, müssen Sportstätten auch im dritten Lockdown geschlossen bleiben. "Es besteht eine ganztägige Ausgangssperre", hat Macho kein Verständnis für die Bilder aus dem Westen. "Es sind fast alle anderen Sportarten in diesem Jahr seit bereits fünf Monaten verboten und daher wird man wohl von den Skifahrern und Liftbetreibern einen Verzicht für die restlichen drei Wochen bis zum Ende des Lockdowns erwarten können", appelliert Macho. "Es kann nur fair sein, wenn alle nicht systemrelevanten Branchen geschlossen werden, um die Dauer des Lockdowns für alle möglichst kurz zu halten", fordert der Wiener mehr Solidarität in der Branche. "Das gilt auch für die 'heilige Kuh' Skifahren", so der Sport-Chef aus Mariahilf.

Wiedereröffnung für 25. Jänner geplant

"Wir in der Sportbranche sind die letzten, die Skifahrern ihren Sport nicht gönnen würden, aber in einer Situation, bei der unzählige Existenzen auf dem Spiel stehen und Kinder nicht in die Schule dürfen, kann man sicher als Akt der Solidarität einen geringen Beitrag in Form eines Verzichts auf das Skifahrvergnügen einfordern", erklärt der Wiener.

Läuft alles nach Plan, könnte Macho am 25. Jänner wieder aufsperren. Ab diesem Zeitpunkt heißt es für Macho neue Kunden zu gewinnen. "Während der Lockdowns haben nicht nur einige Kunden ihre Mitgliedschaft gekündigt, sondern es war unmöglich auch neue aufzubauen", klagt Macho. Wie berichtet, steht laut dem Marktforschungsinstitut Branchenradar im Fitnessbereich eine riesige Pleitewelle bevor.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account ik Time| Akt:
WienFitnessCoronavirusSportSki

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen