Ein folgenschwerer Klick im Internet hat für einen 60-jährigen Flachgauer mit dem finanziellen Ruin geendet.
Über Monate hinweg vertraute er einer angeblichen Finanzberaterin und überwies sein Erspartes auf ausländische Konten.
Der Kontakt zu den Tätern entstand bereits im Dezember über das Internet. Die Betrüger bauten nach und nach ein Vertrauensverhältnis zum Opfer auf und überzeugten ihn schließlich, Geld in vermeintlich seriöse Handelsplattformen und Kryptobörsen zu investieren. Dabei verlor der Mann insgesamt 278.000 Euro.
Das Geld wurde auf verschiedene Konten in Litauen, Malta, Hongkong und Singapur überwiesen. Erst als die versprochenen Gewinne nicht ausbezahlt wurden, bemerkte er den Betrug.
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Form des sogenannten Cyber-Trading-Frauds. Die Täter agieren laut Exekutive äußerst professionell, nutzen täuschend echte Internetseiten und setzen ihre Opfer mit psychologischen Tricks unter Druck.
Um dich vor solchen Betrugsmaschen zu schützen, solltest du keine Fernwartungsprogramme wie AnyDesk oder TeamViewer installieren, Anbieter auf der Website der Finanzmarktaufsicht (FMA) überprüfen und bei unrealistisch hohen Renditeversprechen besonders skeptisch sein.
Überweisungen auf Konten im Ausland oder auf Privatpersonen solltest du immer hinterfragen und den Kontakt im Zweifel abbrechen.
Wer bereits betroffen ist, sollte umgehend die eigene Bank informieren, alle Unterlagen und Chatverläufe sichern und sofort Anzeige bei der Polizei erstatten. Die Ermittlungen und die Auswertung der Zahlungswege laufen laut Polizei weiterhin.