AK klagt gegen Bescheid

Fleischer schuftet schwer – doch PVA will nicht zahlen

Körperlich extrem fordernd: Ein Fleischer schuftete jahrelang und sollte dann um seine Schwerarbeitspension umfallen. Er wandte sich an die AK.
Oberösterreich Heute
30.07.2026, 22:55
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Täglich bis zu 600 Kilo Fleisch schleppen, Hunderte Kilo verarbeiten und bis zu 15 Schweine zerlegen: Ein Metzger aus dem Bezirk Braunau leistet seit Jahrzehnten körperliche Schwerstarbeit. Trotzdem wollte die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) seine Arbeit zunächst nicht als solche anerkennen.

AK klagte für Fleischer

Der Oberösterreicher wollte frühzeitig Klarheit haben. Deshalb stellte er bei der PVA einen Antrag auf Feststellung seiner Schwerarbeitszeiten. Davon hing ab, ob er bereits mit 60 Jahren in Pension gehen kann – oder bis zum regulären Pensionsalter weiterarbeiten muss.

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Doch dann folgte die böse Überraschung: Die PVA lehnte die Anerkennung ab. Für den Fleischer völlig unverständlich. Der Mann wandte sich an die Bezirksstelle der Arbeiterkammer in Braunau. Die Experten prüften den Fall und reichten schließlich Klage gegen den Bescheid der PVA ein.

PVA musste einlenken

Vor Gericht wurde die tägliche Arbeit des Metzgers genau unter die Lupe genommen. Mit Erfolg: Ein Gutachter kam zu dem Schluss, dass die Tätigkeit sehr wohl als Schwerarbeit gilt. Die PVA lenkte ein und musste dem Mann insgesamt 163 Versicherungsmonate als Schwerarbeitszeiten anrechnen.

Damit erfüllt er die Voraussetzung von zumindest 120 Schwerarbeitsmonaten in den vergangenen 20 Jahren und kann mit 60 in Pension gehen. AK-Präsident Andreas Stangl rät Betroffenen, sich bei Problemen rasch Unterstützung zu holen: "Es ist nicht akzeptabel, dass wegen mangelhafter Bescheide, sei es beim Pflegegeld oder bei Pensionen, immer wieder die Gerichte bemüht werden müssen."

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