An warmen, windstillen Sommertagen passiert es immer wieder: Plötzlich steigen unzählige fliegende Ameisen aus dem Rasen auf. Das Naturschauspiel sorgt bei vielen für Verunsicherung, aber Entwarnung: Die Tiere sind harmlos und nach wenigen Tagen wieder verschwunden.
Bei den geflügelten Insekten handelt es sich nicht um eine eigene Art, sondern um geschlechtsreife Männchen und Weibchen gewöhnlicher Ameisenvölker. Sie begeben sich auf ihren sogenannten "Hochzeitsflug", um sich zu paaren. Danach sterben die Männchen, während die Weibchen ihre Flügel abwerfen und als neue Königinnen ein eigenes Volk gründen.
Grundsätzlich sind Ameisen im Garten sogar nützlich, da sie Schädlinge und Aas fressen, schreibt 24garten.de. Nur wenn zu viele Nester unter der Grasnarbe entstehen, können sie zum Problem werden: Durch ihre Grabtätigkeit befördern sie Erde an die Oberfläche, was zu kahlen Stellen führt.
Da fliegende Ameisen nach kurzer Zeit von selbst verschwinden, ist eine Bekämpfung meist gar nicht nötig. Werden die Nester im Rasen jedoch zur Plage, helfen diese schonenden Methoden:
Regelmäßiges Wässern und wöchentliches Mähen stört die Ameisen, da sie trockene und geschützte Orte bevorzugen. Auch stark duftende Kräuter wie Lavendel, Pfefferminze oder Thymian können helfen: Die intensiven Düfte irritieren den Orientierungssinn der Insekten. Alternativ kannst du Zimtpulver oder Nelken auf die Ameisenstraßen streuen.
Eine biologische Lösung sind sogenannte SF-Nematoden. Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer werden mit dem Gießwasser ausgebracht und befallen die Ameisenlarven im Nest. Das Volk siedelt dann oft freiwillig um. Der beste Schutz vor einer Ameisenplage ist aber ein gesunder, dichter Rasen, der regelmäßig gepflegt wird.