Polizei muss derzeit fast täglich Flüchtlinge suchen

Symbolfoto einer Polizei-Suche im Wald.
Symbolfoto einer Polizei-Suche im Wald.Thomas Lenger
Mit erhöhter Schlepperaktivität hat derzeit die Polizei in NÖ zu kämpfen. Die Flüchtlinge stellen sich allerdings offenbar nicht mehr alle freiwillig.

Täglich gehen derzeit bei der Polizei Meldungen über Flüchtlinge und größere Schleppertransporte ein. Erst vergangene Woche sprangen wie berichtet 26 Männer, zwei Frauen und zwei Kinder (8 und 12 Jahre alt) bei der Autobahnabfahrt Bruck an der Leitha von einem Kühl-Lkw und rannten laut einem Augenzeugen in alle Richtungen davon. Die Polizei musste sie einsammeln, der Schlepper konnte festgenommen werden - mehr dazu hier

In ähnlicher Manier ging es dann auch in den folgenden Tagen weiter. Denn aus bislang unbekannter Ursache stellen sich die neu ins Land geschleppten Flüchtlinge nicht mehr alle bereitwillig der Polizei, um Asyl zu verlangen, sondern laufen teilweise erst einmal davon. So geschehen am Donnerstag in Klausen-Leopoldsdorf im Bezirk Baden. Zuerst wurden bei einer Bushaltestelle drei Flüchtlinge aufgegriffen, kurz darauf vier weitere gesichtet. Zwei von ihnen wurden angehalten, zwei liefen in den Wald davon.

Suche mit Hunden und Helis

Bei der Polizei ging kurz darauf eine Meldung ein, dass in der Nähe ein Lkw zahlreiche Flüchtlinge abgeladen haben soll. Es wurde deshalb Verstärkung gerufen und auch der Polizeihubschrauber "Libelle" hob ab. Ein Jäger fand schließlich Rucksäcke und Decken an einer Forststraße, Suchhunde folgten der Spur. So konnte die Polizei vier weitere Flüchtlinge festnehmen. Ein Fünfter versteckte sich noch, doch seine Mitflüchtlinge schrieben ihm dann via WhatsApp, dass er herauskommen kann. Alle wurden nach Schwechat zur Fremdenpolizei gebracht.

Am Samstag wurden der Polizei dann auch noch insgesamt zehn Afghanen und zwei Pakistani gemeldet, die sich beim Sportplatz und beim Schloss in Rohrau (Bezirk Bruck an der Leitha) herumtrieben. Alle konnten von der Polizei angehalten werden und wurden Schwechat gebracht. Doch auch in diesem Fall dürfte das Versteckspiel noch nicht vorbei sein. Die Männer gaben an, dass ursprünglich noch zwei weitere Flüchtlinge mit ihnen unterwegs waren. Ein Bruder aus Wien habe die beiden mit einem Privatauto abgeholt, sie waren vorerst also untergetaucht. 

Bekannte Stelle

Am selben Tag wurden auch in Herrnbaumgarten (Bezirk Mistelbach) sechs Flüchtlinge aufgegriffen. Zuerst wurden zwei Afghanen und zwei Afrikaner (genaue Herkunft vorerst nicht abklärbar) beim Gasthaus angehalten, etwas später dann auch noch zwei Syrer. Alle stellten Asylanträge, wurden wie gehabt nach Schwechat zur Fremdenpolizei gebracht, wo die Erstbearbeitung erfolgt.

Auch zum Start in die neue Woche gab es für die Polizei dann einen ähnlichen Einsatz. Diesmal an einem bereits altbekannten Ort. In einem Wirtschaftspark in Bruck an der Leitha wurden am Montag vier umherirrende türkischstämmige Kurden festgenommen. Sie stellten ebenfalls Asylanträge, wurden nach Schwechat gebracht. Bereits Ende August hatte die Polizei dort eine Gruppe Flüchtlinge aufgegriffen - mehr dazu hier

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