Fernando Alonso nimmt seinen Heim-Grand-Prix in Madrid vom 18. Startplatz in Angriff. Dass es im Aston Martin nicht so läuft, wie gewünscht, schiebt der 45-Jährige vor allem auf das aktuelle Reglement, das seiner Meinung nach zu viel von der fahrerischen Herausforderung wegnimmt.
"Es ist in gewisser Weise traurig, mit dieser Fahrzeuggeneration auf eine so tolle Strecke wie diese zu kommen", meinte Alonso vor dem ersten Rennen auf der neuen Strecke "Madring" in der Nähe des Flughafens.
Der Ex-Weltmeister pickt sich die Kurvenkombination 10 bis 12 heraus und sagt: "Der fahrerische Einfluss beschränkt sich darauf, dass selbst Michael (Clayton, sein Pressesprecher, Anm.) durch 10-12 fahren könnte." Denn ohne Batterieentladung könne man einfach voll auf dem Gas bleiben.
"Irgendwann setzt dann die elektrische Energie ein – und man ist an den Ausgängen schnell. Aber in der Formel 1, oder im Motorsport generell, sollte es in Kurve 10-12 doch so laufen: Wenn Michael mutiger ist als ich, ist er schneller. Wenn ich die besseren fahrerischen Fähigkeiten habe, bin ich schneller als er."
Aktuell hänge jedoch zu viel von der Batterieentladung ab. "Es kann nicht sein, dass Michael schneller ist als Max Verstappen, nur weil er mehr Batterie hat. Denn 10-12 ist so eine unglaubliche Kurvenpassage. Da muss es doch ein Max Verstappen sein, der im Vergleich zu Michael den Unterschied ausmacht. Und im Moment ist das einfach nicht möglich."
Der Spanier schlägt Alarm. "Die Formel 1 kann so nicht weitermachen. Wir können nicht bis 2031 warten, um wieder einen echten Sport zu haben."