Forscher warnt: Nur so kann Lockdown verhindert werden

Komplexitätsforscher Peter Klimek warnt vor der britischen Corona-Mutation
Komplexitätsforscher Peter Klimek warnt vor der britischen Corona-Mutationapa/picturedesk ("Heute"-Montage)
Die dritte Corona-Welle hat in Österreich bereits Fahrt aufgenommen. Laut dem Wiener Forscher Peter Klimek gibt es nur eine Chance, sie aufzuhalten.

Die Aussichten sind düster: "Es ist auf jeden Fall eine dritte Welle, die Frage ist aktuell nur, wie hoch sie wird", erklärt der Komplexitätsforscher Peter Klimek vom Complexity Science Hub Vienna (CSH) im Gespräch mit der "Kleinen Zeitung" am Freitag. Seit Anfang des Jahres beobachtet er den Anstieg der Fallzahlen mit Argusaugen.

"Die Lage ist weit davon entfernt, stabil oder unter Kontrolle zu sein", sagt Klimek. Mit Tests alleine könne man dieser Entwicklung durch die weit ansteckendere Briten-Mutation B.1.1.7 nicht entgegenwirken. Zusätzlich brauche es regionale Verschärfungen und nicht weitere Öffnungen, so der Forscher mit Blick hinter den Arlberg. "Auch dort verbreitet sich die britische Variante zusehends."

So wird Lockdown verhindert

Gelingt es nicht, die Lage unter Kontrolle zu bekommen, könnte ein neuer harter Lockdown alternativlos werden. Klimek sieht aber noch eine Möglichkeit: Wenn es der Regierung gelingt, einen starken Anstieg der Neuinfektionen bis nach Ostern hinauszuzögern, könnte das Anti-Corona-Triumvirat – Tests, Impfungen und Saisonalität – so stark werden, dass der neuste Ausbruch weiter im Zaum gehalten wird.

Das könne aber nur gelingen, wenn "jetzt regionale Maßnahmen konsequent und rasch umgesetzt werden". Der Komplexitätsforscher warnt eindringlich vor weiteren Verzögerungen: "Da geht es um jeden Tag".

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