Im Februar 2024 zerstörte der tödlichste Waldbrand in der aufgezeichneten Geschichte Chiles die Region um Viña del Mar. Rund 7000 Häuser brannten nieder, 138 Menschen verloren ihr Leben.
Zwei Jahre nach der Katastrophe reiste der Fotograf Stefan Nieland für seine Bachelorarbeit in die betroffenen Gebiete. Er dokumentierte den Wiederaufbau, die Wut der Überlebenden und die fortbestehende Gefahr. Daraus entstand ein bewegendes Fotobuch.
Wie heise.de berichtet, kombiniert Nieland seine eigenen Aufnahmen mit Archivmaterial aus dem Nationalarchiv in Santiago. Er zeigt Zeitungsbilder der Katastrophe selbst, ergänzt durch Interviews mit Betroffenen, Feuerwehr und Politik.
In Gruppentherapien sammelte der Fotograf handgeschriebene Zettel mit Gefühlsbeschreibungen der Betroffenen: Panik, Einsamkeit und Dankbarkeit. So gibt er den Bewohnern informeller Siedlungen eine Stimme, die sich vom Staat im Stich gelassen fühlen.
Dürre, Klimawandel, der hochentflammbare Eukalyptus und fehlende Rettungswege heizen die Brände an. Hinzu kommt Brandstiftung – teils sogar durch Mitarbeiter der Brandschutzbehörden selbst.